Samstag, 15. Juni 2013

Who Would Have Thought...


Ja, wer hätte das gedacht. Noch 1 Woche bis ich zurück fliege, aber eigentlich würde ich am liebsten hier bleiben.
Die letzten 3 Wochen sind wahnsinnig schnell vergangen, obwohl eigentlich, bis auf ein paar interessante Tage, nicht so viel passiert ist.
In der Woche nach unserem letzten Ausflug haben meine Ghana-Mama und ich uns Rastas machen lassen, ein Wunsch den ich hatte, seit ich hier bin. Nachdem ich 2h gewartet hatte, dass ich endlich drankomme, hat es dann auch nur knapp 7h und einen riesigen Haufen falsche Haare gebraucht, um mir eine ghanaische Frisur zu verpassen. Glaubt mir Leute, so cool wie das aussah, es war die reinste Qual. Erstmal tat das einflechten der falschen Haare ziemlich weh und mein Kopf fühlte sich an, als hätte ich permanent ein Handtuch darum gewickelt, nur viel schwerer. Schlafen war auch sehr unbequem. Deswegen habe ich auch nach einer Woche beschlossen, dass das genug war. Die Kinder haben mir freundlicherweise geholfen, die Zöpfe wieder zu entfernen, was wieder fast 2h gedauert hat. Also, das mach ich nicht wieder. :D
Am Mittwoch den 29.5. sind Mr Adams und Mama mit Flo und mir nach Kumasi gefahren. Dort haben wir ein paar Spender besucht, den General Manager der Radiostation getroffen und eine Führung durch die Räumlichkeiten dort bekommen und waren anschließend noch kurz auf dem Markt. Der Markt in Kumasi ist der größte in Ghana. Ich muss sagen, das hat auch gereicht. Kumasi ist keine besonders schöne Stadt und sicher fühl ich mich da auch nicht. Also Flo und ich waren schon beide ganz froh als wir wieder heile im TroTro nachhause saßen.
Donnerstags haben wir uns ein letztes Mal mit zwei Holländerinnen getroffen, die hier im Krankenhaus gearbeitet haben. Wir waren öfters mal mit den beiden und zwei befreundeten Ghanaern Essen, für diesen Abend hatten sie uns allerdings zu sich nachhause eingeladen und Pfannkuchen gemacht. Die haben nämlich ein Haus mit Küche. :) Die Hälfte des Abends hatten wir mal wieder keinen Strom, also saßen wir bei Kerzenschein in ihrem Wohnzimmer, aber so ist das halt in Ghana.
Am nächsten Tag ist uns dann etwas fast lustiges passiert. Flo und ich wollten nur mal kurz nach Sunyani fahren um dort etwas von einem Bekannten abzuholen, dabei sind wir abgeholt worden. Und zwar von der Immigrationsbehörde. Ein Beamter hatte uns auf der Straße angesprochen und gemeint, er wolle gerne unsere Reisepässe sehen. Blöderweise lagen die in Accra, im Büro unserer Organisation und ich hatte natürlich ausgerechnet an dem Tag meine Kopie nicht dabei, was aber sowieso nichts genützt hätte. Flo hatte seine nämlich dabei, aber der Beamte bestand darauf, das abgestempelte Visum zu sehen und davon haben wir beide keine Kopie. Also mussten wir, zusammen mit einer Belgierin, die wir unterwegs noch einsammelten, zum Immigration Office in Sunyani fahren und dort warten. Worauf wussten wir nicht ganz genau und es wurde leider auch nicht wirklich mit uns geredet. Nachdem ein Beamter von dort zweimal mit unserer Organisation telefoniert hatte und Mr Adams kam und irgendetwas für die geschrieben hatte, durften wir dann auch wieder gehen. Das ganze hat tatsächlich nur 4h gedauert. Mr Adams musste versprechen unsere Reisepässe aus Accra zu holen und dort vorbei zu bringen, was in Ordnung ist, weil er sowieso in der Woche danach nach Accra musste. Am selben Tag hatte eine unserer Ziegen einen kleinen Unfall und musste notgeschlachtet und verkauft werden. Die glücklichen Käufer waren Flo und ich :D Die Kinder hier bekommen viel zu wenig Fleisch zu Essen! Es ist einfach zu teuer. Darum war die Freude bei den Kindern dann auch recht groß, als sie verstanden, dass es die Ziege am nächsten Tag zum Mittagessen geben würde. Sie machten sich dann auch am gleichen Abend noch daran, dass Tier in Kühlschrank-gerechte Stücke zu zerkleinern.
Das Wochenende verbrachten wir dann mal wieder mit aufräumen und packen, da wir montags wieder nach Cape Coast gefahren sind. Außerdem haben wir kurz die Notaufnahme im Krankenhaus besucht, weil ich eine schöne Entzündung am Fuß hatte, die sich mal ein Arzt anschauen sollte. Soweit ist es leider nicht gekommen, weil der Arzt nicht da war. Einer der Pfleger beschloss dann, dass ich eine Tetanusspritze brauche und hat ein Pflaster auf die Entzündung geklebt. Naja, das musste dann halt reichen bis ich wieder da war.
Cape Coast war wieder wunderbar! Ursprünglich wollten wir montags runter und donnerstags wieder hoch fahren, sind letztendlich aber bis Samstag geblieben. Nicht weil das Wetter so schön war, das war es nämlich ganz und gar nicht, aber wir haben so viele tolle Leute getroffen! Unter anderem auch 2 Mädels mit denen wir am Anfang unsere Orientation in Accra hatten. Es war ganz interessant Erfahrungen mit ihnen auszutauschen. Zusammen mit den beiden waren wir auch freitags im Kakum National Park, ein Nationalpark im Regenwald. Die Hauptattraktion dort ist ein Baumwipfelpfad aus Hängebrücken in ca. 50m Höhe. Die Höhe macht mir glücklicherweise recht wenig zu schaffen, aber hinter uns war eine riesige Gruppe von Schülern, die am liebsten alle gleichzeitig auf diese Hängebrücken wollten. Das fühlte sich dann nichtmehr ganz so sicher an, weswegen wir recht zügig dort durchgingen.
Ansonsten haben wir in Cape viel gegessen, geschlafen und Bekanntschaften gemacht. Es war eine sehr gute Woche :)
Zurück in Duayaw-Nkwanta trafen wir dann die neuen Freiwilligen. Eigentlich dachten wir, dass nur eine holländische, 73jährige Dame kommen würde, aber es kam auch noch Marscha, eine 30jährige Holländerin. Marscha bleibt für 4 Wochen, Villy (oder einfach „Oma“), soll eigentlich 4 Monate bleiben, hat aber recht schnell bemerkt, dass das nichts wird und geht deswegen wieder mit Marscha. Die beiden sind sehr nett und es macht viel Spaß, mal wieder jemand anderes hier zu haben.

Meine Zeit hier geht jetzt wirklich dem Ende zu. Eine Woche noch, dann sitz ich schon in Accra und am Montag danach bin ich schon wieder in Deutschland... Komisch.



Leider ist im Waisenhaus zur Zeit das Geld sehr knapp. Flo und ich sind jetzt schon mehrfach losgefahren um Säcke voll Reis und andere Sachen zu Essen zu kaufen.
Die Kinder sind im Moment SEHR auf Hilfe angewiesen.
Es würde mich im Interesse der Kinder wirklich freuen, wenn ein paar Spenden zusammen kommen würden um die Versorgung für die nächste Zeit zu sichern.
Also wenn ihr in der Lage wärt, ein paar Euro abzugeben oder Fragen dazu habt, dann meldet euch doch bitte bei mir per e-mail: anna.hense@yahoo.de
Ein Sack Reis kostet zum Beispiel 48€ und reicht bei unseren 30 Kindern und bei 2 warmen Mahlzeiten am Tag ca. 5 Tage.













Well, who would have thought. One more week to go until I fly back to Germany but actually I just want to stay here.

The last 3 weeks went by very fast even though there were only a few very interesting days.
The week after our last trip my Ghana-Mama and I went to a hair saloon to get Rasta hair. This was a wish that I had since I came to Ghana. After waiting for 2h for it to be my turn, it only took about 7h and a huge pile of artificial hair to give me a ghanaian hair-do. Believe me, as cool as it looked, it was torture. First of all the braiding is very painful and then my head felt like I had a towel wrapped around it but much heavier. Also sleeping was very uncomfortable. That's why I decided after one week that it was enough. Luckily the kids helped me to get the braids and the fake hair out and it only took about 2 more hours.. So, I'm not doing that again. :D
On wednesday, May 25th, Mr Adams and Mama took Flo and me to Kumasi. There we visited a few donors, the general manager of the Kumasi radios station and got a tour through the building there, and visited the market there afterwards. The market in Kumasi is the biggest one in Ghana. So that was really enough for one day and Flo and I were pretty happy when we sat in the TroTro to go home.
On thursday we met with two Dutch girls for the last time. They worked in the hospital in DN and we went out for dinner with the two and two of their Ghanaian friends a couple of times. That night they invited us to their place and made pancakes for us. They have a kitchen. :) Most of that night we didn't have electricity so we sat in their living room with candles on, but that's Ghana.
The next day something almost funny happened to Flo and me. We just wanted to go to Sunyani to see a friend and pick up something from him. While doing that we got picked up. By the Immigration service. An officer talked to us on the street and asked for our passports. Well, they were in Accra in the office of our organization and of course that day I forgot my copy at home. But that wouldn't have helped anyway. Flo had his but the officer wanted to see the stamped visa and we both don't have a copy of that. So the officer brought us and a girl from Belgium, that we picked up on the way, to the Immigration Office in Sunyani where we had to wait. For what exactly we waited we didn't know. And no one really talked to us. So after the people there called our organization twice and Mr Adams came and wrote something, we could go. All that took only about 4h. And Mr Adams had to promise to bring our passports to the office which was okay because he had to go to Accra anyway.
The same day one of our goats had a little accident and needed to be killed and sold. The happy people who bought that goat were Flo and I :D The kids here don't get enough meat! It's just too expensive. So when they heard we bought the goat for them they got really excited and started right away to take it apart. We had the goat for lunch the next day.
We spent the weekend cleaning and packing once again because we went to Cape Coast on the monday after. And I needed to go to the hospital because I had an ugly infection on my foot. I wanted a doctor to look at it but since there was no doctor, one of the nurses decided I needed a tetanus injection and put a plaster on my infection. Well, okay then. That must be enough till I get back.
Cape Coast was great! Originally we planned to go down there on monday and come back on thursday but in the end we stayed til saturday. Definitely not because the weather was so great. It was the people we met! Very interesting people. Among them were two girls we had our orientation in Accra with at the beginning of our stay. Together with them we also went to Kakum Nationalpark on friday. Kakum is a National Park in the rainforest. The main attraction there is a canopy walk way through the trees, about 50m high. The hight wasn't a problem for me. Just the huge group of students right behind us that all wanted to go on the canopy at the same time. That really didn't feel so safe. So the four of us kind of ran through it to get away from the group.
Other than that we ate, slept and met a lot of people in Cape. Great week. :)

Back in Duayaw-Nkwanta we met the two new volunteers. We thought there was only going to be a 73year old dutch lady, but there was also a 30 year old one. Marscha, the 30year old, will stay for 4 weeks and Villy (or simply “Oma”) was supposed to stay for 4 months but she figured pretty quickly that she couldn't do that so she will leave with Marscha.
Both of them are very nice and it's a lot of fun to have some new people around here.

My time here is now almost over. In one week I will be in Accra and the monday after I will be back in Germany... Weird.




At the moment the orphanage is going through a hard time because they are basically out of money. Flo and I already had to go a couple times to buy rice and other things to eat.
The kids are VERY dependent on donations at the moment.
In the name of the kids I would be very happy if we could get together some donations to make sure they have food for the next couple of weeks.
So if you are able to donate some money or if you have more questions about the project please feel free to contact me: anna.hense@yaoo.de
A bag of rice is about 65$ as an example. For our 30 kids this will last for about 5 days because they eat two hot meals a day.  

Freitag, 24. Mai 2013

Traveling Some More.


Ja, das Reisen wird uns von unserer Gastfamilie doch sehr ans Herz gelegt. Unser Gastvater will, dass wir Ghana mögen, darum sollen wir so viel wie möglich vom Land sehen um es besser kennen zu lernen.
Letztes Wochenende hieß es dann also für Flo und mich Rucksäcke packen und los Richtung Süden.
Sonntags morgens um 5Uhr holte uns Charles, ein inzwischen befreundeter Taxifahrer, im Waisenhaus ab und brachte uns nach Bechem, damit wir ein TroTro nach Kumasi bekommen.
(TroTros sind umgebaute Minibusse in denen zwischen 12 und 18 Leuten Platz haben. Manchmal auch mehr, je nachdem wie sehr man quetscht. Sie fahren auf festgelegten Routen von einem Ort zum nächsten, manche wirklich nur in den Nachbarort, manche durchs halbe Land. Es gibt in fast jedem Ort eine TroTro Station, dort setzt man sich in das TroTro das in die Richtung fährt in die man will und wartet, bis es voll ist. Dann fährt es nämlich erst los.)
Von Kumasi wollten wir einen Bus nach Swedru nehmen, aber daraus wurde leider nichts. An diesem Tag fuhr nämlich kein Bus nach Swedru. War aber erstmal nicht weiter schlimm, man kann ja mit TroTros von einem Ort zum nächsten fahren. Genau das haben wir dann auch gemacht. Von Kumasi nach Koforidua, von dort nach Asamankese, weiter nach Swedru und dann nach Winneba. Wer sich das auf der Landkarte anschaut wird feststellen, dass wir ein bisschen Zickzack gefahren sind. Haben auch nur 12h gebraucht. Und ziemliche viele Nerven. Aber so ist das halt in Ghana.
Um 17Uhr waren wir ja dann auch endlich in Winneba. Dort haben wir in einem kleinen Hostel direkt am Strand übernachtet, was sehr schön war. Wir hatten ein Bett, einen Ventilator, ein Badezimmer ohne Tür und einen fast funktionierenden Fernseher.
Am Montag waren wir dann Vormittags am Strand und haben dort auch Selma getroffen, eine von den Schwedinnen mit denen ich in meinem ersten Waisenhaus gearbeitet habe. Nach dem Mittagessen sind wir dann auch dorthin gefahren. Ich hatte den Kindern versprochen, dass ich nochmal vorbei kommen würde, bevor ich wieder nach Deutschland gehe. Es war ein etwas mulmiges Gefühl wieder dort zu sein, aber auch gut, weil ich sehen konnte, dass bei den Kindern soweit alles in Ordnung ist.
Nach einer weiteren Nacht in Winneba machten wir uns am Dienstag dann auf in Richtung Cape Coast. Ich glaube jeder Obruni in Ghana fährt mindestens einmal nach Cape Coast. Also auch wir. In Cape Coast haben wir in einem wunderschönen Hostel (noch direkter) am Strand geschlafen, das von einem Deutsch-Türken geleitet wird, der aber grade in Deutschland ist. Das Hostel besteht aus runden Hütten, von denen jeweils die Hälfte als Zimmer vermietet wird. Duschen und Toiletten sind draußen und werden gemeinschaftlich benutzt, aber das stört hier ja keinen.
Nach unserer Ankunft in Cape Coast haben wir uns natürlich das Castle hier angeschaut. Das ist eine ehemalige Sklavenburg der Engländer. Hier wurden Sklaven aus ganz Ghana und den umliegenden Ländern hergebracht, „gelagert“ und nach mindestens 6wöchiger Wartezeit per Schiff weiter geschickt. Ein sehr bedrückender Ort war das. Eigentlich wunderschön, so direkt am Strand, mit den Palmen außenrum, aber der geschichtliche Hintergrund nimmt dem ganzen die Schönheit.
Gegen Abend waren wir dann in einem kleinen Restaurant Essen: Cheese Pasta. Zu gut. :D
Anschließend haben wir uns im Oasis, unserem Hostel, noch an die Bar gesetzt und ein paar Drinks unter Palmen genossen. Im Oasis arbeitet zu Zeit eine Freiwillige aus England, mit der wir damals im Mole Park auf Safari waren. Es war sehr schön sich wieder zu sehen und weitere Erfahrungen auszutauschen.
Nach einer recht kurzen Nacht saßen Flo und ich am Mittwoch morgen auf einer Bank am Strand und haben der Sonne beim Aufgehen zugeschaut. Ein fast Menschenleerer Strand, bestes Wetter... Wunderschön!
Frühstück gabs dann im Baobab, da gibt es wohl die besten Pancakes in Cape Coast, also auch ein Muss für alle Besucher. Danach haben wir unsere Sachen wieder gepackt und sind weiter in den Westen gefahren. Das hätten wir uns aber auch Sparen können. Da soll es zwar die schönsten Strände geben, aber wenn der Himmel mit grauen Wolken bedeckt ist, braucht man auch keinen Strand. Nach einer 2stündigen Taxifahrt (haben wir uns mal gegönnt, TroTro ist so unbequem :P) kamen wir in Busua an, bei grauem Himmel und mit entsprechender Laune. Das Geld hätten wir uns echt sparen können. Das einzige, was den Tag noch gerettet hat war das Abendessen. Cheeseburger auf echtem Brot mit ECHTEM Käse aus Frankreich(?)!!!
Unser ursprünglicher Plan war, 2 Nächte in Busua zu bleiben, weil das Wetter aber am nächsten Morgen noch nicht besser war, haben wir unsere Sachen wieder gepackt und sind nachhause gefahren.
Also wieder TroTro nach Takoradi und von dort mit einem Bus bis nach Kumasi. Hat uns einiges an Geld und Nerven gespart, verglichen mit der Hinfahrt. Von Kumasi fuhr dann auch relativ schnell ein anderer Bus nach Sunyani, der uns auf der Fahrt in Duayaw Nkwanta rausgelassen hat.
Die Kinder haben sich riesig gefreut, dass wir wieder da sind und wir natürlich auch.
Abgesehen vom letzten Tag war es auch wirklich schön! :) Darum haben wir auch beschlossen, in ca. 2 Wochen nochmal ein paar Tage nach Cape Coast zu fahren. Und diesmal um wirklich nur ein paar Tage am Strand zu entspannen.

In der Woche vor unserer Reise haben wir uns nochmal mit Sascha und Max getroffen, die inzwischen beide wieder in Deutschland sind, mit denen wir aber sicherlich in Kontakt bleiben werden.

Ansonsten geht alles so seinen Gang. Es regnet öfter mal, was meistens bedeutet, dass wir keinen Strom haben, aber daran gewöhnt man sich schnell. Es wird nur immer so warm wenn der Ventilator nicht geht... :P Manchmal haben wir auch ohne Regen keinen Strom. Allerdings haben wir immer fließend Wasser! Da das Wasser in der Dusche aber recht langsam fließt, sind Flo und ich auf Eimer-Dusche umgestiegen. Geht einfacher und schneller. Naja DIG – Das ist Ghana.

Unsere Essenskrise haben wir noch nicht überstanden, aber durch die Abwechslung in den letzten Tagen geht es uns im Moment besser. Wir hatten vor unserer Reise auch zweimal Curry gekocht, einmal nur für uns und Madame, um zu sehen wie es schmeckt, und dann einmal für alle Kinder.

In meinem ersten Blog hatte ich geschrieben, dass es hier wenig Insekten gibt. Das hat sich inzwischen leider als nicht ganz wahr heraus gestellt. Es krabbelt überall. Insekten in allen Größen und Formen fliegen und krabbeln hier überall herum. Die krabbelnden stören mich nicht, aber ab einer gewissen Größe sind die Fliegenden schon etwas nervig. Cool wars, als neulich ein etwa 20cm großer Gottesanbeter im Innenhof an einem Pfosten saß. Die tun einem ja nichts. Sind bloß groß. :D Leider gibt es hier auch viel mehr Mücken als im Süden, aber ich hab ja ein Mückennetz, Insektenspray und lange Klamotten.

Langsam wird die Zeit hier knapp! Ich bin inzwischen seit fast 8 Wochen in Ghana, also 2/3 der Zeit sind schon um. Inzwischen komm ich hier recht gut klar und es gefällt mir eigentlich auch. Aber ich freu mich trotzdem auf zuhause... :)












Well, the traveling is something that our host family really wants us to do. Our host dad wants us to like Ghana so we have to go and see as much as possible of this country to get to know it better.
So last weekend Flo and I packed our backpacks and took off towards the south.
Sunday morning Charles, a taxi driver who became our friend over the last weeks, picked us up at 5am to go to Bechem to take a trotro to Kumasi.
(A trotro is a minibus that seats between 12 and 18 people. Sometimes more if you push hard enough. They drive on certain routes from one town to another, sometimes only to the next town, sometimes halfway trough the country. Almost every town has a trotro station. There you sit in the car that goes your direction and wait til it's full, because it only leaves then.)
From Kumasi we wanted to take a bus to Swedru but that didn't work. That day there was no bus to Swedru. But noooo problem. There are trotros that take you from one place to the other. So that's what we took then. Trotro from Kumasi to Koforidua, the next one to Asamankese, one to Swedru and then one to Winneba, where we wanted to stay.
If you look that up on a map you will see that we went in a zick zack. It took exactly 12h and a lot of nerves. But that's Ghana.
At 5pm we were finally in Winneba. There we stayed in a small hostel close to the beach, it was very nice. We had a bed, a fan, a bathroom without a door and an almost working TV.
On monday morning we hang out at the beach and met Selma there, one of the swedish volunteers from my old orphanage. After lunch we also went there because I had promised the kids that I would come back before I leave Ghana. It was a weird feeling to be back there but it was also good that the kids are doing well.
After a second night in Winneba we went further west to Cape Coast. I believe every obruni in Ghana comes to Cape Coast at least once. So that's what we did. We stayed in a hostel directly on the beach. The hostel consisted of round huts which had a wall in the middle and each half could be rented as a room. Showers and toilets are outside and shared with the other visitors, but that doesn't bother anyone.
After our arrival in Cape Coast we went to see the castle of course. It is a former British slave castle where slaves from all over Ghana and the countries around were brought and kept for at least 6 weeks before they were shipped overseas. It was a depressing place. It could be very beautiful, directly on the beach with palm trees around, but the history takes away the beauty.
In the afternoon we went and had dinner in a small restaurant: cheese pasta. Too good. :D
Afterwards we went to the bar at Oasis (our hostel) and had a few drinks on the beach. The volunteer working at Oasis right now is a girl from England that we met on our safari in Mole Park a couple of weeks ago. It was fun to see her again!
After a pretty short night Flo and I sat on the beach on wednesday morning and watched the sun rise. Almost no one was on the beach and we had perfect weather... Just beautiful!
For breakfast we went to the Baobab house, people say they make the best pancakes. So it's a must for everyone coming to Cape Coast. After breakfast we packed our bags to travel even further west. What a waste. The beaches are supposedly the prettiest ones out there but if the sky is full of grey clouds you don't need a beach anyway. After a 2h taxi ride we came to Busua, with bad weather and not on the bet mood. We could have really saved that money. The only thing that saved the day was our dinner: Cheeseburger with real bread and REAL cheese from France(?)!!!
Our original plan was to stay in Busua for 2 nights but the weather didn't get any better so we decided to just go home after one night.
So, back in the trotro to Takoradi and luckily in the bus straight to Kumasi. From there it was easy to get another bus to Sunyani and hop off in Duayaw Nkwanta.
The kids were really happy when we came back and so were we.
Leaving out the last day we had a fun time in the south. :) That's why we decided to go back to Cape Coast for a couple days in about two weeks. And this time really only to relax on the beach.

The week before we travelled to the south we met Sascha and Max once again. Both of them are back in Germany by now and we will for sure stay in touch with them.
Other than that everything is going its way. It rains sometimes which usually means we don't have any electricity but you get used to that quickly. It just gets so hot when the fan is not working... :P Sometimes we don't have electricity even if it'S not raining. But at least we always have running water here! Since the water in the shower is really slow Flo and I bought a bucket and prefer bucket showering. It's faster and easier. Well, TIG – this is Ghana.

We're not completely over our food crisis but thanks to the change in the last couple of days we feel a little better at the moment. Before we went to the south we even cooked curry twice, once only for us and Madame and the second time for all the kids, too.

In my first blog I said that there are only a few insects around here. Well, that is not true. They are actually crawling and flying everywhere. Bugs in all sizes and shapes are around here. The ones on the ground don't bother me too much just the flying ones get a little annoying when they reach a certain size. Additionally there are a lot more mosquitoes here than in the south. But I have a mosquito net, insect spray and long clothes.

My time is slowly running out here! I've been here for almost 8 weeks now, which means 2/3 of my time is up. By now I like being here and I got used to many things.
But I'm still looking forward to go back home... :)

Mittwoch, 8. Mai 2013

Food.


In den letzten Tagen ist nicht so super viel passiert hier, Alltag schleicht sich ein. Die meiste Zeit wird mit den Kindern rumgehangen, oder zur Abwechslung nach DN oder Sunyani gefahren.
Letzte Woche waren wir auf dem Markt in Sunyani, das war ein Spaß! Besonders, als auf einmal ein Regenguss vom Himmel kam. Ihr glaubt nicht in welcher Geschwindigkeit alle Verkäufer ihre Stände verpackt und abgedeckt hatten! Kathy, Flo und ich haben uns gemeinsam mit ca. 20 anderen Leuten in eine kleine Holzhütte geflüchtet, deren Boden nach einer Weile nachgab. Sorgte natürlich für Lacher, da es ausgerechnet da passiert, wo die Obrunis sind.
Am Samstag hat uns Kathy dann verlassen. Ihre 2 Monate hier waren vorbei und sie flog zurück nach Deutschland. Jetzt sind noch Flo und ich hier, aber ab Anfang Juni soll wohl eine neue Freiwillige aus Holland kommen, die 73 Jahre alt ist. Jetzt sind wir mal gespannt, ob das wirklich passiert.

Ein Thema, was Flo und mich hier sehr beschäftigt, ist Essen. Wir können stundenlang darüber reden, was wir alles essen, wenn wir wieder in Deutschland sind. Ich nehm das jetzt mal zum Anlass euch zu erzählen, was wir hier so essen.
Zum Frühstück bekommen wir Weißbrot. Manchmal mit Omelett, meistens ohne etwas. In den letzten Tagen gabs Avocados dazu, davor hab ich die manchmal selber gekauft. In Sunyani kann man für viel Geld einen Schoko-Brotaufstrich kaufen, der FAST wie Nutella schmeckt. Den haben wir uns gegönnt und gehen sehr sparsam damit um. Zusätzlich bekommen wir an den meisten Tagen entweder Porridge (ein sehr wässriger Brei, der ein bisschen säuerlich schmeckt und den wir eigentlich immer unberührt an die Kinder rausgeben), manchmal Reis (der mit viel Wasser gekocht wird und mit etwas Zucker und Milchpulver wie Milchreis schmeckt) und ab und zu sogar Haferflocken.
Mittags und Abends gibt es warmes Essen. Die Gerichte wiederholen sich häufig, weil die Auswahl nicht so groß ist. Es gibt Reis mit Tomatensoße, Bohnen in Tomatensoße, Reis mit Bohnen, gekochten Yam (eine große Wurzel, die fast mit Kartoffeln vergleichbar ist, aber ihr Geschmack ist etwas fader) mit grünem Gemüse, ab und zu gibt es Spaghetti oder instant Noodles (das ist dann schon ein Highlight), Reisbälle in Erdnusssuppe (super lecker), Banku (eine Art zäher Brei der sauer schmeckt und in Tomatensoße getunkt wird) oder Fufu (nicht ganz so zäh und nicht so sauer wie Banku; wird auch mit den Fingern gegessen). Ghanaer stehen sehr auf scharfes Essen, darum wird jedes Gericht mit ordentlich Pepper gewürzt und meistens wird auch ein Fisch in der Tomatensoße mitgekocht, was für einen, manchmal unangenehmen, fischigen Beigeschmack sorgt. Im Großen und Ganzen kann man das Essen gut essen, aber es schmeckt doch vieles einfach gleich. Manchmal machen wir uns einfach selber instant Nudeln, oder wir machen Ketchup ins Essen, einfach um mal einen anderen Geschmack zu haben. Fisch und Fleisch sind eher Mangelware (was Flo etwas zu schaffen macht). Fisch gibts selten und an Fleisch bekommen wir höchstens mal ein Stückchen vom Huhn. Aber da können wir davon ausgehen, dass das Hühnchen ein gutes Leben hatte, denn das sind dann unsere eigenen Hühner, die wir zu Essen bekommen. Morgens rennen die noch über den Hof, abends sind sie auf dem Teller.
Die Portionen, die wir bekommen sind riesig. Unsere Gastmutter hat es drauf angelegt uns zu „echten Ghanaern“ zu machen, sprich wir sollen so viel wie möglich zunehmen. Hier in Ghana sind fette Frauen eine Art Statussymbol für den Ehemann, da an ihnen jeder sehen kann wie gut er für seine Frau sorgen kann. Wir essen unser Essen nur in den seltensten Fällen ganz auf und geben die Reste an die Kinder, die sich immer sehr darüber freuen. Die Kinder bekommen natürlich alle genug zu essen, aber keiner sagt nein, wenn wir etwas rausgeben.
Zwischen den Mahlzeiten bekommen wir zur Zeit viele Mangos zu Essen. Wenn wir eine haben wollen, müssen wir nur einem der Kinder Bescheid sagen und die „besorgen“ dann welche. Hier stehen überall Mangobäume ums Grundstück herum, die eigentlich jemand gehören, aber es fällt ja kaum auf, wenn man mal so ein oder zwei Eimer voll entwendet ;) Mangos direkt vom Baum schmecken übrigens wirklich super! Das gleiche gilt für Ananas und Kokosnüsse. Nicht zu vergleichen mit dem Obst was wir in Deutschland im Supermarkt kaufen können...

Unsere Liste, was wir alles zuhause Essen wollen, ist inzwischen 2 Seiten lang. Ich hätte nie gedacht, dass sich das zu einem so zentralen Thema entwickeln könnte.

Abgesehen davon gehts mir wirklich gut hier! Die Kinder sind toll und auch mit Flo und meinen Gasteltern verstehe ich mich weiterhin bestens. :)









In the last couple of days not too many exciting things happened. Routine is settling in. We spend most of the time hanging out with the kids or go to DN or Sunyani for a change.
Last week we went to the market in Sunyani. That was fun! Especially when a heavy rain started falling. You wouldn't believe how fast the salesmen wrapped up their things and covered up their stands! Kathy, Flo and I took shelter in a little wooden hut together with about 20 other people. After a while the floor broke because the weight was too big. Everyone started laughing, of course this had to happen to the obruni.
On saturday Kathy left us. Her 2 months were over and she went back to Germany. Now there are only Flo and I left here. But supposedly a new volunteer is coming in June. She is from Holland and 73 years old. Well, we'll see if all that is true.

A topic that is taking a lot of space in our conversations is food. Flo and I can talk for hours about all the food we want to eat when we're back home. I'll take this as a reason to tell you about the food we eat here.
For breakfast we get bread. Sometimes with omelet, most of the times without anything. The last couple of days we got avocados with it, before that I bought them myself sometimes. In Sunyani we bought a very expensive chocolate spread that ALMOST tastes like Nutella. Additionally on most days we get porridge (a watery mash that tastes a little sour and we usually give it to the kids untouched), sometimes we get rice (cooked with a lot of water and with a little sugar and milk powder it tastes almost like milk rice) and sometimes we even get oats.
Lunch and dinner is warm. The dishes are repeated often because the variety is not very big. We have rice with tomato sauce, beans in tomato sauce, rice with beans, boiled yam (a big root, comparable to potatoes but it's not as tasty) with green vegetables. Now and then we have spaghetti or instant noodles (that's a highlight!), rice balls in groundnut soup (very good), banku (a sour, tough mash that is dipped in a tomato sauce and is eaten with the fingers) or fufu (not as tough and sour as banku, also eaten with the fingers and dipped in tomato sauce). Ghanaians love spicy food so they put a lot of peppers in every meal. Most of the times they also put fish in the tomato sauce which sometimes gives a too strong fishy taste.
All in all the food is good to eat but often times it just tastes the same. Sometimes we just cook instant noodles ourself or add ketchup to a meal to change the taste a little. Fish and meat is something we almost never get to eat (which bothers Flo a lot). Fish is rare and the only meat we sometimes get is chicken. At least we know the chicken had a happy life because they are our own. In the morning they run around the house and in the evening they're on our plates.
The portions we get are HUGE. Our host mom wants us to become real Ghanaian people. Which means we have to gain a lot of weight. In Ghana fat women a kind of status symbol for men, because by seeing a fat woman you know her husband is taking care of her very well.
We almost never finish all our food and rather give the rest to the kids. They get enough food themselves but no one says no if we offer them food.
In between meals we get a lot of mangoes to eat. If we want any we just have to tell the kids and they will go and get some for us. There are a lot of mango trees around the property that belong to someone. But who notices if one or two buckets full are missing... ;) Mangos right from the tree are great! Same with pineapple and coconuts. Not to compare with the fruit we can buy in our supermarkets...

Our list of food is two pages long by now. I never thought that this could be such a big topic for us here.

Other than that I'm doing great here! The kids are awesome and I continue to get along just fine with Flo and my host parents. :)

Dienstag, 30. April 2013

It Keeps Getting Better :)


Was eine Woche!
Letzten Sonntagabend hieß es Abschied nehmen von den Kindern, Müttern und anderen Freiwilligen im „Helping Hand“ Waisenhaus. Seth, ein Mitarbeiter der Organisation, sollte mich am Montag Morgen um 4Uhr abholen und nach Swedru zum Bus nach Kumasi bringen. Aufgestanden war ich um 3:15Uhr um noch letzte Sachen zu packen. Ab 3:40Uhr kamen dann Grace, Linnéa und 4 der älteren Jungs zu mir ins Zimmer um sich nochmal zu verabschieden. Eigentlich dachte ich, wir machen das kurz und schmerzlos, aber schon am Vorabend waren viele der Kinder am Weinen und auch an mir ist der Abschied nicht ohne Tränen vorbei gegangen. Jedenfalls saßen wir dann alle in meinem Zimmer und haben auf Seth gewartet, der erst um 5:15Uhr kam um mich abzuholen, sodass ich den Bus grade noch erwischt habe.
Die Busfahrt nach Kumasi war nicht weiter spannend, aber auch nicht ganz angenehm, denn die Metro Mass Busse sind recht eng und voll. Aber naja, die 5h hab ich das dann überlebt. Von Kumasi aus fuhr dann mein zweiter Bus in Richtung Sunyani, doch der Busfahrer ließ mich unterwegs in Duayaw-Nkwanta (DN) raus. Hier ist das „Mom's Love“ Waisenhaus, in dem ich jetzt arbeite.
Das Waisenhaus liegt ein paar Kilometer außerhalb von DN, ist aber per Taxi ganz einfach und billig zu erreichen.
Hier ist schon vieles anders.
Die Kinder hier sind zwischen 3Monaten und 18 Jahren alt, zumindest offiziell. Bei einigen könnte ich mir aber vorstellen, dass sie älter sind als ich. Allerdings müssten sie das Waisenhaus verlassen, wenn sie älter als 18 wären, darum glauben wir, dass sich einige einfach jünger machen.
Geleitet wird das Haus von Mr Adams und Madame, seiner Frau. Außer mir sind noch Flo und Kathy, beide aus Deutschland, hier. Kathy fährt Ende der Woche nach Accra um von dort aus nachhause zu fliegen, aber Flo bleibt so lange wie ich auch. Ich versteh mich mit beiden super und habe viel Spaß hier :)
Duayaw-Nkwanta ist ein kleines, ruhiges Städtchen und nicht zu vergleichen mit Swedru oder Winneba. Die Menschen hier sind unglaublich freundlich und hilfsbereit und ich habe noch keinen erlebt, der aufdringlich oder nervig geworden ist. Allerdings war ich auch noch nicht so lange hier, denn nach einem kurzen Ausflug nach DN am Montagnachmittag gings recht früh ins Bett, da Flo, Kathy und ich am Dienstag um 3:15Uhr aufgestanden sind um den frühen Bus nach Tamale zu bekommen. Dort mussten wir dann fast 5h auf unseren Anschlussbus in den Mole National Park warten. Aber das Warten hat sich gelohnt! Für die letzten 100km haben wir zwar aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse knappe 5h gebraucht, aber unser Motel dort war super! Wir hatten eine Klimaanlage und sogar einen Fernseher in unserem Zimmer! Dafür leider kein fließend Wasser, aber das kannte ich ja schon. Zum Abendessen haben wir uns dann Pommes und ein Bier gegönnt und sind dann, nach einem ziemlich anstrengenden Tag ins Bett gefallen. Das Bayern Spiel hatten wir leider verpasst, aber Dank einiger Nachrichten von zuhause haben wir das Ergebnis noch mitbekommen.
Mittwoch war dann ein wirklich toller Tag! Aufgestanden sind Kathy und ich um 6:15Uhr um bei einem Safari-Spaziergang mitzumachen. Da haben wir dann einige wilde Elefanten (teilweise wirklich aus 20m Entfernung), Antilopen, Warzenschweine und sogar 2 Krokodile gesehen. Anschließend haben wir uns mit einem der Ranger dort ewig über die ghanaische Kultur unterhalten, was ziemlich interessant war. Danach haben wir uns eine Weile in den Pool des Motels gelegt. Nachmittags gings dann zusammen mit Flo, Kathy, zwei Amerikanerinnen, einer Schwedin und einer Engländerin zur Jeep-Safari. Man hat die gleichen Tiere gesehen wie morgens, aber dafür auch viel Natur und es hat einfach viel Spaß gemacht. Zum Abendessen gabs dann Makkaroni mit einer Käsesoße und Pilzen. Kein wirklich besonderes Essen in Deutschland, aber ich hab die 3 Wochen davor nicht wirklich Abwechslung beim essen gehabt, da alles mit einer Tomatensoße serviert wurde, die dafür gesorgt hat, dass das Essen jeden Tag gleich schmeckt. Nach dem Abendessen kam dann (fast) das Highlight des Tages: im Restaurant wurde das BVB-Spiel übertragen. Es tat einfach so gut mal wieder völlig normal mit einem Bier vor dem Fernseher zu sitzen und Fußball zu schauen. Nach dem Spiel saßen Flo und ich dann noch bis Mitternacht mit einer Gruppe anderer Obruni (so werden Weiße hier genannt) am Pool und haben geredet.
Nach 3h Schlaf hieß es am nächsten Morgen dann schon wieder aufstehen. Der Bus zurück nach Tamale fuhr nämlich um 4Uhr morgens. Wir waren darüber ganz froh, da wir so den Anschlussbus nach Sunyani noch bekommen haben und in einer Tour wieder nachhause fahren konnten.
Leute glaubt mir, dass war der angenehmste Kurzurlaub seit langem. Die Fahrerei war zwar etwas anstrengend, aber der „Luxus“ im Mole-Park und die Gesellschaft da war einfach so toll! :)

Wieder zurück im Waisenhaus ging es dann für mich mit Namen lernen los. Hier gibt es ein paar mehr Kinder als in meinem alten Projekt und die Namen sind für mich etwas komplizierter. Aber das wird schon!
Freitags hat Mr Adams beschlossen einen Tag mit uns 3 Freiwilligen zu verbringen. Morgens ging es nach DN um bei 2 Schneidern ein paar Kleidungsstücke in Auftrag zu geben, dann wurde der König des Bezirks besucht, der hier in DN wohnt. Das war lustig. Wir wurden in einen Raum voller Männer gebeten, alle sind Könige in den umliegenden Dörfern hier, nur unser König ist quasi der König der Könige. Dort wurden wir dann gefragt wo wir herkommen, wie alt wir sind und ob wir nicht einen von ihnen heiraten wollen. Also alles ein ganz lockerer Rahmen. Nach dem Besuch beim König ging es dann auf den Markt, wo wir Stoffe, Essen und Kleinkrams eingekauft haben. Bevor es dann zurück ins Waisenhaus ging, lud uns Mr Adams noch auf ein Getränk ein.
Abends hatte ich dann meine Willkommens-Party. Zur Feier des Tages hat jeder einen Softdrink bekommen und es wurde Musik gespielt und getanzt.

Am Samstag sind Kathy und ich mit Mr Adams auch eine Hochzeit gegangen. Alle waren sehr bunt angezogen, die Braut trug aber weiß. Es war leider alles ein bisschen langweilig für uns, da die Zeremonie in Twi war und das verstehen wir ja nicht. Wir sind dann auch nicht bis zum Ende geblieben sondern zum Mittagessen in ein nettes Restaurant gefahren und danach wieder nachhause.

Sonntag war dann ein ruhiger Tag zuhause im Waisenhaus. Nach dem Mittagessen kam eine Gruppe Jungs aus dem Nachbardorf um gegen unsere großen Jungs Fußball zu spielen. Unsere haben natürlich gewonnen ;) Sie sehen Dank Flo auch sehr professionell aus, da er einen Satz Trikots aus seinem Heimatort mitgebracht hat.

Gestern kam dann die nächste Erfahrung, die ich eigentlich vermeiden wollte: der Besuch im Krankenhaus. Bin aber nur als Begleitperson mitgegangen. Flo gings nicht so gut und ich hab drauf bestanden, dass er zum Arzt geht (Malaria und so...). Haben auch nur knapp 4h gewartet bis Flo seine Akte bekommen hat, dann wurden wir (an einer ziemlich langen Schlange vorbei) ins Arztzimmer gebracht. Anschließend fuhren wir mit Kathy nach Sunyani um dort mit Sascha (mein „Flugbegleiter“) und Max, einem deutschen Mitarbeiter von ihm, Essen zu gehen. Das war gut! Danach haben wir dann noch ein bisschen eingekauft und sind zurück ins Waisenhaus gefahren.

Im Moment bin ich wirklich sehr froh, dass ich in dieses Projekt gewechselt habe. Es war zwar traurig meine Kinder im anderen Waisenhaus zu verlassen, aber die Kinder hier sind alle sehr lieb, der Ort gefällt mir wirklich super und ich bin wirklich glücklich mit meinen beiden Mit-Freiwilligen hier.

Also ihr seht, es geht mir gut!
Ich wünschte nur, ich hätte Ghana gleich so kennen gelernt.

Ps: Nachdem es eine Woche keinen Ton von sich gegeben hat, lebt mein Laptop jetzt wieder. Also ich weiß auch nicht was das ist...



What a week!
Last sunday I had to say good-bye to the kids, mothers and other volunteers at “Helping Hand” Orphanage. Seth, who works for my organization, was supposed to pick me up at 4am to bring me to the bus station in Swedru. I got up at 3:15 to pack the rest of my things. From 3:40 on Grace, Linnéa and 4 of the older boys came to my room to say good-bye one last time. I thought we could make this short and painless, but already the night before a lot of kids cried and I was in tears, too. Well, on monday morning we sat together in my room and waited till Seth picked me up at 5:15 to get me last minute to the bus station.
The bus ride to Kumasi was not very exciting, but also not so comfortable. The Metro Mass busses are stuffed and uncomfortable. But well. It was only 5h. From Kumasi I took a second Bus to Sunyani but the driver let me hop off in Duayaw-Nkwanta (DN). This is the place where my new project is located. 'Mom's Love' orphanage. The orphanage is a couple miles outside DN but can be reached easily by taxis.
Many things are different here.
The kids are between 3months and 18 years old, at least that's what they say. Some of the kids looke even older than me but they have to leave the orphanage at a certain age. So we think they make themselves younger.
The orphanage is led by Mr Adams and Madame, his wife. There are 2 more volunteers here, Flo and Kathy, both from Germany. Kathy is leaving us by the end of the week but Flo stays as long as me. I get along great with both of them and have a lot of fun here :)
Duayaw-Nkwanta is a small, quiet town and not to compare with Swedru or Winneba. The people here are super friendly and helpful and I haven't seen any annoying people yet. But I have only been here for a short time, because after a short trip to DN on monday afternoon we went to bed early, because kathy, Flo and I had to get up at 3:15 on tuesday morning to get the early bus to Tamale. There we had to wait almost 5h for our next bus to Mole National Park. But it was worth it! We needed almost another 5h for the last 100km because the road was so bad but our Motel was awesome! We had an air conditioner and a TV in our room! No running water, but oh well who cares. For dinner we had french fries and beer and then fell asleep early.
Wednesday was a GREAT day! Kathy and I got up at 6:15 to go on a walking Safari. We saw a couple of wild elephants (some even 25yards from us!), cobs, water bucks, wart hogs and even 2 crocodiles.
Afterwards we sat down with one of the rangers and talked for a while about the Ghanaian culture, which was really interesting. After that we hung out at the motel pool. In the afternoon we met with 2 Americans, a Swedish and an English girl to go on a Jeep-Safari. We saw pretty much the same animals as we did in the morning but also a lot of nature and it was a lot of fun. For dinner we had macaroni and cheese. Not a very special meal anywhere else in the world but to us it was. After eating mainly the same things for 3 weeks it was great just to taste something different. After dinner we had another highlight of the day: a German soccer game came on TV in the restaurant. So we sat down, had a Ghanaian beer and watched soccer. After the game Flo and I sat outside at the pool with a group of other obruni (that's what they call us white people) and talked until midnight.
After sleeping 3h we had to get up the next morning because our bus back left at 4am. We were almost happy about that because we could catch the bus to Sunyani and made the whole way back in one day.
Oh guys, believe me, this was one of the best short vacations I had in a long time. The bus rides were really tiring but the “luxurious” motel and the great people around us made me so happy! :)

Back in the orphanage I started to get to know the kids. Here are a couple more kids than in the other place and also the names seem more difficult to me but I'll get there.
On friday Mr Adams decided to spend the day with us volunteers. In the morning we went to DN to some tailors to get dresses made. Then we visited the king of the district. That was funny. We came into a room full of men who were all kings of the villages around here, but our king is kind of the “king of kings” here. They asked us a couple of questions about where we are from, how old we are and if we wanted to marry one of them. But it was a really casual conversation. Afterwards we went to the market to buy fabrics and some food. Before we went back to the orphanage, Mr Adams invited us to sit down and drink something in a restaurant.
That night I had my welcome party here. Everyone got a softdrink, we played music and danced.

On saturday Mr Adams took Kathy and me to a wedding in town. The guests were all dressed in colorful dresses but the bride wore white. Unfortunately they spoke Twi during the whole ceremony so we didn't understand anything and got a bit bored. So we didn't stay til the end but went to a nice restaurant to eat lunch.
Sunday was a quiet day at home. After lunch a group of boys from the next village came to us to play soccer against our boys. Our team won – of course ;) And they look really professional, thanks to Flo who brought a bunch of jerseys from his soccer team in Germany.

Yesterday I made another experience that I tried to avoid: visiting the hospital. Luckily I wasn't the one who needed a doctor. Flo didn't feel so well and I sent him to the doctor (didn't want to risk that he has malaria...). We only needed to wait about 4h for Flo to get his file but after that we were led into the doctors room (past a really long line of other waiting people). Afterwards we went with Kathy to Sunyani to meet Sascha (the guy I met on the plane) and Max, Sacha's co-worker. That was fun! Then we went shopping and back to the orphanage.

At the moment I'm very happy that I changed to this project. It was sad to leave the kids at the other place but the kids here are really sweet, I really like the town here and I'm more than happy with the other two volunteers here.

So you see, I'm very well now.
I just wished I got to know Ghana like this right away.

PS: After not doing anything for a week, my laptop came back to life. I don't really know what that is...

Sonntag, 21. April 2013

Changes!

Kurzes Update:
Meine Plaene haben sich kurzfristig geaendert: ich werde schon morgen mein Projekt wechseln und dann in Duayaw-Nkwanta arbeiten!

Mein Laptop hat leider am Freitag Nachmittag beschlossen nach einem recht kurzen Leben seinen Geist aufzugeben. Von jetzt an werden meine Blogeintraege wohl etwas kuerzer sein, damit ich nicht stundenlang im Internetcafe sitzen muss.



Short update:
My plans changed within a couple minutes on friday: I'm leaving my project tomorrow to go to work in Duayaw-Nkwanta!

Unfortunately my laptop stopped working on friday afternoon. From now on my blogs might be a bit shorter so I don't have to spend hours in the internetcafe. 

Freitag, 19. April 2013

The Thing With Experiences...


Wieder ist eine Woche vergangen und ich habe ein paar hilfreiche Erfahrungen gesammelt.
Das blöde an Erfahrungen ist aber nun, dass man sie immer macht, kurz nachdem man sie gebraucht hätte.

Letzten Freitag haben Caroline und ich für alle Kinder Spaghetti mit Tomatensoße und Hühnchen gekauft und beim Kochen geholfen. Alle haben sich riesig gefreut, sowas gibts hier für die Kinder eigentlich nicht. Besonders Fleisch ist sehr selten, das steht, wenn überhaupt, nur an Weihnachten auf der Speisekarte. Die Mütter und Clemens, der Lehrer, der hier wohnt, haben ausnahmsweise zusammen mit uns gegessen, was ziemlich Spaß gemacht hat. Gladys und Sara haben uns anvertraut, dass sie eigentlich nur afrikanisches Essen mögen, haben trotzdem tapfer probiert. Aber Grace und Clemens hat es offensichtlich gut geschmeckt.
Am Samstag gab es dann eine weitere Besonderheit: MoaLi (eine der Schwedinnen, die dann sonntags abgereist ist) hat über facebook Spenden gesammelt, damit wir mit ALLEN Kindern an den Strand fahren können. Also wurden wir gegen 10:30Uh (abgemacht war 10Uhr) von einem TroTro (Minibus) abgeholt, in das wir dann 25 Kinder, 6 Freiwillige, Grace und Clemens stopften, und ab ging es zum Strand. Alle hatten einen tollen Tag und viel Spaß und waren tot müde, als uns der TroTro-Fahrer um 17Uhr (abgemacht war 15:30Uhr) wieder abholte.
Sonntag war dann ein verhältnismäßig ruhiger Tag. Nach dem Mittagessen verließ uns MoaLi, also jetzt sind noch 3 Schwedinnen (von denen eine morgen fährt), Lukas und ich da. Abends saß ich eine ganze Weile mit Clemens zusammen und habe Musik getauscht und Bilder gezeigt und ewig geredet. Netter Kerl.
Montags wurden wir dann mit ungeahnten Konsequenzen unseres Strandbesuchs konfrontiert. Uns war leider nicht bewusst, dass wir bei der Organisation anmelden müssen, wenn wir mit den Kindern irgendwo hingehen. Lukas hatte das gegenüber MoaLi erwähnt, sie hatte versucht jemanden anzurufen, keinen erreicht und es dann bei einer SMS belassen. Wir waren der Meinung, dass die Mütter die Verantwortung hatten und ihre Zustimmung als Erlaubnis genug gesehen. Dem war aber nicht so: kurz nachdem Frühstück verließ Clemens mit gepackten Taschen das Waisenhaus. Die Organisation hatte ihn kontaktiert und für unseren „Fehler“ verantwortlich gemacht. Zusätzlich dazu kam er wohl nicht so gut mit Gladys aus, die einen ziemlich rauen Umgangston pflegt. Was noch alles zu seinem Entschluss geführt hat, wissen wir nicht. Klar ist aber, dass mit Clemens ein Lehrer, Ansprechpartner, Freund und großer Bruder für die Kinder gegangen ist.
Und er wird nicht zurück kommen.
Wir haben versucht mit ihm zu reden, haben auch die Organisation gebeten mit ihm zu reden, aber er ändert seine Meinung nicht. Wir haben noch Kontakt zu ihm und haben ihn auch seit dem schon gesehen. Er macht uns nicht verantwortlich und ist nicht böse oder so. Außerdem will er ab Mai wieder zur Uni gehen, dann hätte er das Waisenhaus sowieso bald verlassen. Trotzdem bleibt ein ungutes Gefühl. Vor allem auch weil die Frage, wer jetzt eigentlich für die Kinder verantwortlich ist, für mich immer noch nicht ganz geklärt ist.
Das hat sich auch gestern widergespiegelt: zwei der älteren Jungs mussten zum Arzt, weil der eine eine ziemlich große offene Wunde am Fuß hat und der andere von irgendwas gebissen wurde. Der zweite Lehrer, der täglich herkommt, machte mich darauf aufmerksam, dass Juniors Fuß verarztet werden muss. Ich hab mir das angeschaut und beschlossen, dass da ein Pflaster nicht reichen wird. Der Lehrer sah mich an und meinte nur: „Gib ihm Medizin.“ Was soll ich dazu sagen? Für sowas bin ich nicht ausgerüstet. Also meinte er: „Ihr müsst dafür sorgen, dass Medizin für die Kinder da ist.“ Hm. Das mag jetzt an mir liegen, aber nach einer freundlichen Bitte mich zu kümmern klang das nicht. Es klang nach Erwartung. Als dann klar war, dass wir mit beiden Jungs zum Arzt müssen kam die Frage auf, wer zahlt dafür? Dreimal dürft ihr raten: na die Volunteers. Und warum? Weil das halt so ist. Arztbesuche sind hier nicht teuer, also es ist nicht so, dass man sich das als „reicher“ Europäer nicht leisten kann mit 2 Kindern zum Arzt zu gehen. Aber mir gefällt einfach nicht, dass das von uns erwartet wird. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass es ein paar Verantwortliche gibt, die sich um sowas kümmern, während wir für ein bisschen Abwechslung sorgen. Aber irgendwelche Freiwilligen haben wohl mal damit angefangen und darum wird das jetzt so erwartet.
Versteht mich jetzt nicht falsch, wenn das Kind zum Arzt muss, dann muss es zum Arzt. Dann muss das halt bezahlt werden. Nur dass es als so selbstverständlich gesehen wird, dass WIR das bezahlen... Ich weiß ja nicht.
Im Moment kann ich noch nicht sagen, ob das nur hier so läuft oder ob das für alle Projekte gilt. Darum werde ich erstmal meinen Wechsel abwarten und dann sehen, wie ich damit umgehe.

Ansonsten läuft es mit den Kindern gut! Die sind natürlich der Hauptgrund warum ich hier bin. Sich das ab und zu klar zu machen, macht vieles einfacher. Es kann zwar sehr anstrengend werden so viel Zeit mit so vielen Kindern zu verbringen, aber die meiste Zeit macht es Spaß. Man lernt einige besser kennen als andere, kommt mit den einen besser aus als mit den anderen, aber ich denke das ist ziemlich normal. Mit den beiden jüngsten verbringen wir Freiwilligen wohl die meiste Zeit, da diese morgens nicht zur Schule gehen. sie sind schon sehr süß. Und anhänglich. Nach dem Unterricht sind es dann besonders die großen Jungs, die Aufmerksamkeit brauchen.
Zu den meisten Kindern hab ich einen guten Draht und inzwischen gute Beziehungen, also es wird traurig werden, sie zu verlassen.
Ich freue mich aber schon drauf ein anderes Projekt und einen anderen Teil vom Land zu sehen.

Gefühlsmäßig ist es eine einzige Achterbahn hier. Manche Tage sind einfach nur gut, andere unglaublich anstrengend und emotional. An manchen Tagen stört es mich auch nicht, dass ich ständig auf der Straße angequatscht werde, an anderen Tagen aber fühle ich mich wie in einer Freakshow.
Es sind auf jeden Fall ein Haufen Erfahrungen, die ich sonst wohl nicht machen würde.










Another week has passed and I made a lot more helpful experiences.
The bad thing about experiences is though, that you always make them right after you needed them.

Last friday Caroline and I bought spaghetti, tomato sauce and chicken for all kids and helped cooking it. Everyone was really happy. The kids usually don't get food like that. Especially meat is only on the christmas menu, if even. The mothers and Clemens, the teacher who lives here, ate with us, which is unusual but a lot of fun! Gladys and Sara told us that they usually only like African food but they still bravely tried what we prepared there. Grace and Clemens loved it.
Saturday was another special day: MoaLi (one of the Swedish girls who left on sunday) asked all her friends for donations so we could take ALL the kids to the beach at once. So at 10:30am we were picked up by a TroTro (Minivan). All the kids, 6 volunteers, Grace and Clemens were stuffed in that minivan and off we went to the beach. Everyone had a great day and a lot of fun and were super tired when the TroTro driver picked us up at 5pm.
Sunday was a quiet day. After lunch MoaLi left us, so there are 3 Swedish girls, Lukas and I left here. In the evening I sat down with Clemens to talk, look at pictures from home and exchange some music. Great guy.
The next day we were confronted with unexpected consequences of our trip to the beach. Unfortunately we weren't aware that we were supposed to tell the organization if we wanted to take the kids somewhere. Lukas said something about that to MoaLi, she tried to contact the organization but didn't get anyone on the phone so she just sent a text. We were convinced that the mothers were responsible for the children here and thought it would be enough to get their okay to go. Well, it wasn't. Shortly after breakfast Clemens left the orphanage with packed bags. The organization contacted him and made him responsible for our “mistake”. Additionally he didn't seem to get along with Gladys who is really harsh sometimes. What all led to his decision – I don't know. But what I know is, that with Clemens left a teacher, contact person, friend and big brother for the kids.
And he won't come back.
We tried to talk to him and also asked the organization to talk to him but he won't change his mind. He's still talking to us and he isn't mad or anything. He'll go back to university in May anyway and then he planned to leave the orphanage anyway. But still. I don't feel all to comfortable about that. Especially because I feel like I still don't know who really is in charge here.
Yesterday showed that again: two of the older boys had to go to a doctor. One of them had a big open wound on his foot, the other one an insect bite that didn't look too good. The second teacher we have here pointed Junior's injury out to me. I looked ad it and decided that a bandaid wouldn't help here. The teacher looked at me and said: “Give him medicine.” I didn't really know what medicine would be good for this and also I'm not prepared to fix something like that. So the teacher said: “ You need to make sure that there is medicine for the kids.” Hm. This might be me, but this doesn't sound like a nice question if I could take care if this. This is an expectation. When we finally decided to take the boys to the doctor I had another question: Who is going to pay for this? Well guess who. The volunteers. And why? Because. It's not expensive for us “rich” Europeans to take the kids to the doctor. I just don't like that we are EXPECTED to do this. I thought there were some people in charge here who take care of something like this and we, the volunteers, bring some happiness and change in the kid's lives. But some volunteers started this and now it's expected.
Don't get me wrong. If the kids have to go to a doctor, they have to go. It doesn't hurt me to pay for it. Just that in that case WE are the responsible people... I don't know.
Right now I can't really tell if this is just here the case or if it's the same in all projects.
I will wait till I changed to decide how I will handle this.

Other than that the work with the kids is great! They are – of course – the main reason why I'm here. To bring this back to my mind makes many things easier. It can get really tiring to spend so much time with so many kids, but most of the time it's fun. You get to know some kids better than others, spend more time with some than with other but I guess that's normal. We probably spend most of the time with the two youngest kids because they don't go to school in the morning. They are sooo cute. And clingy. After class it's especially the older boys who need attention.
With most of the kids I get along great and started to build relationships. It'll be sad to leave them.
But I also look forward to get to know another project and another part of the country.

My feelings are going through a roller coaster here. Some days are simply great, others are exhausting and emotional. On some days it doesn't bother me that everyone wants to talk to us when we're in town, on other days I feel like the freak in a freak show.
Well, all these are experiences that I could make no other place than here.  

Freitag, 12. April 2013

Well, what should I say...


Nach einem etwas einsamen und ereignislosen Wochenende, gings am Sonntag Abend für meine Einführungs-Tage nach Accra. Allein ist man hier im Waisenhaus zwar eigentlich nicht, aber alle anderen Volunteers waren unterwegs und ich fühle mich noch nicht sicher genug alleine irgendwo hin zu fahren. Außerdem ist es als Mädchen sowieso ziemlich anstrengend, weil einen JEDER anquatscht und die Handynummer haben will... Als einzige Freiwillige hier zu sein heißt aber auch ungeteilte Aufmerksamkeit aller Kinder. Das wird nach einer Zeit etwas anstrengend, darum hab ich mich dann in mein Zimmer zurück gezogen.
Wieder im Hostel von „Experience It“ in Accra hab ich dann die anderen neuen Volunteers kennen gelernt. 2 davon kannte ich schon vorher, da sie seit einer bzw. zwei Wochen in Swedru arbeiten. Eine davon ist aus Belgien, die andere aus den Niederlanden. 3 weitere Mädchen und ein Junge waren auch aus den Niederlanden, aber immerhin ein Deutscher war noch dabei. Flo aus der Nähe von Karlsruhe. Er wird in einem Waisenhaus in der Nähe von Sunyani arbeiten, also ca. 6h von hier.
Gleichzeitig mit uns war noch Alma im Hostel, die ist aus Brandenburg und schon seit 8 Monaten hier. Sie hat in dem Waisenhaus gearbeitet in das Flo kommt und verbringt ihre letzten 2 Wochen in Accra um in einem Krankenhaus zu arbeiten. Sie hat uns viel von ihrem Waisenhaus erzählt, was Flo geholfen und mir gezeigt hat, dass es hier wirklich von Projekt zu Projekt sehr unterschiedlich ablaufen kann.
Montags morgens begann dann unsere Einführung mit einem Vortrag über Sicherheitshinweise und Krankheiten. Weil dann der Strom ausfiel und die Klimaanlage nichtmehr funktionierte, beschloss Tina, die Programm-Koordinatorin hier, den Rest der Einführung zu verschieben, es wurde in dem Raum einfach zu warm. Der Tagesplan wurde also geändert und es ging direkt nach Kokrobite zu einem Trommel- und Tanzkurs. Das war mal ein Spaß! Bilder gibt es dazu leider keine, waren ja alle mit Tanzen beschäftigt :) Danach gings dann in Kokrobite an den Strand, der leider ziemlich dreckig ist, darum waren wir nicht schwimmen. Abgeschlossen wurde der Tag dann mit einem kleinen Sprachunterricht und anschließendem Verdauen der neuen Eindrücke auf der Terrasse des Hostels.
Am nächsten Morgen gings dann mit Vorträgen zu Gastfamilien und Projekten weiter. Zusätzlich bekamen wir Tips, wo es sich lohnt mal hinzufahren. Gegen 8:30Uhr verließen wir dann das Hostel um auf den Makola-Markt im Zentrum Accras zu gehen. Davor besichtigten wir aber noch das Kwame Nkrumah-Denkmal, das war der 1. Präsident Ghanas, nachdem dieses 1957 als erstes schwarzafrikanisches Land unabhängig wurde. Der Mark war dann sehr abenteuerlich! Riesig, laut, dreckig, eng, voll - kurz, ein riesen Chaos in meinen Augen. Als Weißer ist man hier auch noch eine Besonderheit. Obwohl Ghana als beliebtes Reiseland für Europäer zählt, haben die meisten Leute noch nie Kontakt zu einem Weißen gehabt. Darum wollen dann auch alle mit einem reden, einen anfassen, einem etwas verkaufen... Es ist schon etwas anstrengend. Da war ich ganz froh, dass wir in einer geführten Gruppe unterwegs waren. Manche Leute beschränken sich aber auch auf ein freundliches „Welcome to Ghana!“ oder „Hello, have a nice day!“ Also es sind nicht wirklich ALLE so, nur die allermeisten :P
Flo und ich hatten uns die beiden Tage super verstanden und fanden es etwas doof, dass unsere Projekte soweit auseinander liegen. Darum haben wir die ganze Zeit gewitzelt, dass ja einer von uns wechseln könnte, so dass wir zusammen arbeiten können. Aus dem Witz wurde dann auch Ernst. Dienstag Abend stand die Entscheidung: ab Anfang Mai werde ich in Duaya-Nkwanta, in der Nähe von Sunyani arbeiten. Die Entscheidung, mein jetziges Projekt zu verlassen, ist mir aus verschiedenen Gründen recht leicht gefallen. Hauptgrund ist aber, dass Flo und ich uns gut verstehen und er sonst ab Anfang Mai der einzige Volunteer in seinem Projekt wäre, während hier so viele sind. Die Organisation hier ist auch ziemlich offen für sowas, anscheinend wechseln ständig Freiwillige von einem Projekt ins nächste, um auch möglichst viel vom Land zu sehen. Von Sunyani aus kann man relativ einfach in alle Teile des Landes reisen, was wir dann auch vorhaben. Zusätzlich hab ich dann noch die Chance den lieben Sascha vom Flug wieder zu sehen, der arbeitet nämlich noch bis Mitte Mai in Sunyani.
Mittwochs nach dem Frühstück gings dann für alle in die Projekte, also hieß es erstmal Abschied nehmen.
Zurück in Abaasa teilte ich den anderen dann meine Wechselentscheidung mit, was nicht weiter für Gesprächsstoff sorgte. 2 von den Mädels sind bis dahin sowieso nichtmehr da und es werden sicher neue Volunteers hierher kommen. Nur eine der Mütter, Grace, unser Engel, war etwas traurig, ließ sich aber damit trösten, dass ich noch mindestens 3 Wochen da bin. Den Kindern hab ich das gar nicht erst erzählt, nur einem von den älteren Jungs, Osei. Er hat mich als seine „Lieblingsbetreuerin“ adoptiert und nimmt mich ziemlich in Anspruch, was mich aber nicht davon abhält auch mit den anderen Kindern zu spielen. Er findet das nicht so lustig, aber so ist das nunmal. Ich bin ja nicht nur für ein Kind nach Ghana gekommen ;) Naja, seine Meinung zu meiner Entscheidung könnt ihr euch ja vorstellen...
Nach der Arbeit am Mittwoch gings dann wieder nach Winneba an den Strand. Diesmal war eine Gruppe ziemlich aufdringlicher junger Männer permanent dabei uns anzusprechen und sich ohne zu fragen zu uns zu setzten. Sie ließen tatsächlich erst locker, als wir ihnen erzählten, wir seien verheiratet. Das funktioniert also wirklich. Wieder was sehr hilfreiches gelernt. :D
Gestern haben wir ziemlich viele Klamotten von den Kindern gewaschen. Es ist kaum zu glauben wie dreckig hier alles ist. Im Prinzip sollte man nach 3 Klamotten echt das Wasser wechseln, aber dann würde man nie fertig werden und wir bräuchten eine unglaubliche Menge an Wasser.

Ich muss sagen, dass ich bisher immer noch nicht ganz hier angekommen bin. Es sind weniger die Umstände im Waisenhaus, an die ich mich gewöhnen muss, als die Menschen hier. Die Kinder sind unglaublich aufdringlich, man kann nichtmal in Ruhe auf die Toilette gehen. Leider gehen sie auch mit Geschenken von uns nicht sehr gut um, da sie ziemlich verwöhnt sind von den ganzen Volunteers, die hier ständig herkommen und neue Sachen bringen. Viel hab ich noch gar nicht raus gegeben und bin darüber jetzt auch froh. Den Rest werde ich mir wohl für mein nächstes Projekt aufsparen. Und dann natürlich die Aufdringlichkeit der Menschen außerhalb vom Waisenhaus. Im Moment kann ich einfach meistens noch nicht einschätzen wie sicher ich hier bin.
Alsoooo, Gewöhungs-Phase ist noch nicht abgeschlossen. Falls ich mich überhaupt an alles gewöhne.
Das heißt jetzt aber nicht, dass ich hier total unglücklich bin. Auf keinen Fall! Ich bin bloß noch nicht dazu gekommen es wirklich zu genießen hier zu sein.








After a lonely and not so spectacular weekend, I left on sunday night to go to Accra for my orientation. You are never alone here, don't get that wrong, but all the other volunteers were gone over the weekend and I don't feel safe enough here yet to go somewhere by myself. Especially because I'm a girl and really EVERYONE wants to talk to you and get your number... To be in the orphanage as the only volunteer also means that you have the complete attention of all the kids. That gets really exhausting after a while so I went to my room and read a lot.
Back in the hostel of my organization in Accra, I met the other new volunteers. 2 of them I knew already, because they have been here for one or two weeks already. One of them is from Belgium, the other one is Dutch. 3 more girls and a boy were Dutch but at least one German boy was there, too. Flo, who lives close to where I come from in Germany. He'll work in an orphanage close to Sunyani, about 6h from here. At the same time there was another German girl at the hostel, Alma, who used to work in the same orphanage for the last 8 months. Now she stays in Accra for the last two weeks of her stay to work in an hospital there. She told us a lot about the orphanage up there. That was very helpful to Flo and showed me how different it can be here in different Projects.
On monday our Orientation started with a presentation about safety and health issues. Since the power went off and the air-conditioner didn't work anymore, the rest of the presentation got postponed. It got way too hot in that room. So the plan changed and we left early for Kokrobite for some drumming and dance lessons. That was fun! Unfortunately we don't have many pictures because everyone was dancing :) Afterwards we went to the beach in Kokrobite but we couldn't swim because it was too dirty there. We ended the day with a short language class and spent the rest of the evening on the patio of the hostel to digest all the things we saw and learned.
The next morning started with a presentation on host-families and the projects. Additionally we got a list of places worth visiting while we're here. At about 8:30am we left the hostel to go to the Makola Market in the center of Accra. Before we got there we stopped to look at the Kwame Nkrumah memorial. He was the first president of Ghana after it got independent as the first African country in 1957.
The market was one big adventure! Huge, loud, dirty, full – shortly, a big chaos in my eyes. As a white person you seem to be pretty special here. Even though Ghana is a very popular country to travel to for Europeans, many people here have never had anything to do with the white people. So they all want to talk to you, touch you, sell you something... It is really tiring. I was glad we were in a guided group and not by ourselves there. Some people just say “Welcome to Ghana!” or “Hello, have a nice day!” So not really ALL of them are so touchy, but most are. :P
Flo and I got along very well those two days and we started joking about changing projects so we could work together. Well, what should I say. On tuesday night it was no longer a joke. In the beginning of May I'll change to his project in Duaya-Nkwanta, close to Sunyani. The decision to leave my project here was not very hard for different reasons. Main reasons are of course that Flo and I get along so well and that he would be by himself in his project from May on while we're at least five down here. The organization was really cool about that, too. Many volunteers are changing projects to see as much as possible in this country. Sunyani is a really good place to start traveling from because it's relatively in the middle between south and north. Additionally I'm looking forward to meeting Sascha again, the guy I met on my plane from Germany. He works in Sunyani, too.
On wednesday after breakfast we had to say our goodbyes and left for the different projects.
Back in Abaasa I had to tell the others about my decision to change. It wasn't discussed any further. Two of the girls won't be here anymore at that time and there are probably more volunteers coming before that anyway. Only one of the mothers, Grace, our angel, was a little sad. But she respects my decision and is happy that I'm staying for at least another 3 weeks. I didn't even tell the kids yet. Only one of the older boys, Osei. He adopted me as his “favorite” volunteer and takes up a lot of my time here. Which doesn't stop me from playing with other kids, too. He doesn't really like that but that's how it is. I didn't come to Ghana for just one kid. ;) Well, you can imagine how much he likes my decision...
After work on wednesday we went to the beach in Winneba. This time there was a very persistent group of young men trying to talk to us and sit with us without asking. They seriously just stopped when we told them we were married. That really works. Learned something really helpful there. :D
Yesterday we spend a lot of time washing the kid's clothes. It is unbelievable how dirty their stuff gets. We felt the urge to change the water after three pieces of clothing but if you do that you'll never get done and you'd use a huge amount of water.

I have to say that I'm still not completely here yet. It's less the situation in the orphanage. It's the people here that I can't seem to get used to. The kids are so clingy, sometimes its even hard just to use the toilet. Unfortunately they are also not very good at taking care of the presents they get from volunteers. They seem to be very spoiled because there are so many volunteers that bring new stuff.
Luckily I didn't even give them all my presents yet. So I have some things left for my next project. And of course the people outside the orphanage. They are so touchy. Right now I still can't tell how save I am here.
Sooooo, getting used to everything here is not that easy this time. If I even get used to everything.
But that doesn't mean I don't like being here. I just haven't gotten to enjoy everything yet.