Dienstag, 30. April 2013

It Keeps Getting Better :)


Was eine Woche!
Letzten Sonntagabend hieß es Abschied nehmen von den Kindern, Müttern und anderen Freiwilligen im „Helping Hand“ Waisenhaus. Seth, ein Mitarbeiter der Organisation, sollte mich am Montag Morgen um 4Uhr abholen und nach Swedru zum Bus nach Kumasi bringen. Aufgestanden war ich um 3:15Uhr um noch letzte Sachen zu packen. Ab 3:40Uhr kamen dann Grace, Linnéa und 4 der älteren Jungs zu mir ins Zimmer um sich nochmal zu verabschieden. Eigentlich dachte ich, wir machen das kurz und schmerzlos, aber schon am Vorabend waren viele der Kinder am Weinen und auch an mir ist der Abschied nicht ohne Tränen vorbei gegangen. Jedenfalls saßen wir dann alle in meinem Zimmer und haben auf Seth gewartet, der erst um 5:15Uhr kam um mich abzuholen, sodass ich den Bus grade noch erwischt habe.
Die Busfahrt nach Kumasi war nicht weiter spannend, aber auch nicht ganz angenehm, denn die Metro Mass Busse sind recht eng und voll. Aber naja, die 5h hab ich das dann überlebt. Von Kumasi aus fuhr dann mein zweiter Bus in Richtung Sunyani, doch der Busfahrer ließ mich unterwegs in Duayaw-Nkwanta (DN) raus. Hier ist das „Mom's Love“ Waisenhaus, in dem ich jetzt arbeite.
Das Waisenhaus liegt ein paar Kilometer außerhalb von DN, ist aber per Taxi ganz einfach und billig zu erreichen.
Hier ist schon vieles anders.
Die Kinder hier sind zwischen 3Monaten und 18 Jahren alt, zumindest offiziell. Bei einigen könnte ich mir aber vorstellen, dass sie älter sind als ich. Allerdings müssten sie das Waisenhaus verlassen, wenn sie älter als 18 wären, darum glauben wir, dass sich einige einfach jünger machen.
Geleitet wird das Haus von Mr Adams und Madame, seiner Frau. Außer mir sind noch Flo und Kathy, beide aus Deutschland, hier. Kathy fährt Ende der Woche nach Accra um von dort aus nachhause zu fliegen, aber Flo bleibt so lange wie ich auch. Ich versteh mich mit beiden super und habe viel Spaß hier :)
Duayaw-Nkwanta ist ein kleines, ruhiges Städtchen und nicht zu vergleichen mit Swedru oder Winneba. Die Menschen hier sind unglaublich freundlich und hilfsbereit und ich habe noch keinen erlebt, der aufdringlich oder nervig geworden ist. Allerdings war ich auch noch nicht so lange hier, denn nach einem kurzen Ausflug nach DN am Montagnachmittag gings recht früh ins Bett, da Flo, Kathy und ich am Dienstag um 3:15Uhr aufgestanden sind um den frühen Bus nach Tamale zu bekommen. Dort mussten wir dann fast 5h auf unseren Anschlussbus in den Mole National Park warten. Aber das Warten hat sich gelohnt! Für die letzten 100km haben wir zwar aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse knappe 5h gebraucht, aber unser Motel dort war super! Wir hatten eine Klimaanlage und sogar einen Fernseher in unserem Zimmer! Dafür leider kein fließend Wasser, aber das kannte ich ja schon. Zum Abendessen haben wir uns dann Pommes und ein Bier gegönnt und sind dann, nach einem ziemlich anstrengenden Tag ins Bett gefallen. Das Bayern Spiel hatten wir leider verpasst, aber Dank einiger Nachrichten von zuhause haben wir das Ergebnis noch mitbekommen.
Mittwoch war dann ein wirklich toller Tag! Aufgestanden sind Kathy und ich um 6:15Uhr um bei einem Safari-Spaziergang mitzumachen. Da haben wir dann einige wilde Elefanten (teilweise wirklich aus 20m Entfernung), Antilopen, Warzenschweine und sogar 2 Krokodile gesehen. Anschließend haben wir uns mit einem der Ranger dort ewig über die ghanaische Kultur unterhalten, was ziemlich interessant war. Danach haben wir uns eine Weile in den Pool des Motels gelegt. Nachmittags gings dann zusammen mit Flo, Kathy, zwei Amerikanerinnen, einer Schwedin und einer Engländerin zur Jeep-Safari. Man hat die gleichen Tiere gesehen wie morgens, aber dafür auch viel Natur und es hat einfach viel Spaß gemacht. Zum Abendessen gabs dann Makkaroni mit einer Käsesoße und Pilzen. Kein wirklich besonderes Essen in Deutschland, aber ich hab die 3 Wochen davor nicht wirklich Abwechslung beim essen gehabt, da alles mit einer Tomatensoße serviert wurde, die dafür gesorgt hat, dass das Essen jeden Tag gleich schmeckt. Nach dem Abendessen kam dann (fast) das Highlight des Tages: im Restaurant wurde das BVB-Spiel übertragen. Es tat einfach so gut mal wieder völlig normal mit einem Bier vor dem Fernseher zu sitzen und Fußball zu schauen. Nach dem Spiel saßen Flo und ich dann noch bis Mitternacht mit einer Gruppe anderer Obruni (so werden Weiße hier genannt) am Pool und haben geredet.
Nach 3h Schlaf hieß es am nächsten Morgen dann schon wieder aufstehen. Der Bus zurück nach Tamale fuhr nämlich um 4Uhr morgens. Wir waren darüber ganz froh, da wir so den Anschlussbus nach Sunyani noch bekommen haben und in einer Tour wieder nachhause fahren konnten.
Leute glaubt mir, dass war der angenehmste Kurzurlaub seit langem. Die Fahrerei war zwar etwas anstrengend, aber der „Luxus“ im Mole-Park und die Gesellschaft da war einfach so toll! :)

Wieder zurück im Waisenhaus ging es dann für mich mit Namen lernen los. Hier gibt es ein paar mehr Kinder als in meinem alten Projekt und die Namen sind für mich etwas komplizierter. Aber das wird schon!
Freitags hat Mr Adams beschlossen einen Tag mit uns 3 Freiwilligen zu verbringen. Morgens ging es nach DN um bei 2 Schneidern ein paar Kleidungsstücke in Auftrag zu geben, dann wurde der König des Bezirks besucht, der hier in DN wohnt. Das war lustig. Wir wurden in einen Raum voller Männer gebeten, alle sind Könige in den umliegenden Dörfern hier, nur unser König ist quasi der König der Könige. Dort wurden wir dann gefragt wo wir herkommen, wie alt wir sind und ob wir nicht einen von ihnen heiraten wollen. Also alles ein ganz lockerer Rahmen. Nach dem Besuch beim König ging es dann auf den Markt, wo wir Stoffe, Essen und Kleinkrams eingekauft haben. Bevor es dann zurück ins Waisenhaus ging, lud uns Mr Adams noch auf ein Getränk ein.
Abends hatte ich dann meine Willkommens-Party. Zur Feier des Tages hat jeder einen Softdrink bekommen und es wurde Musik gespielt und getanzt.

Am Samstag sind Kathy und ich mit Mr Adams auch eine Hochzeit gegangen. Alle waren sehr bunt angezogen, die Braut trug aber weiß. Es war leider alles ein bisschen langweilig für uns, da die Zeremonie in Twi war und das verstehen wir ja nicht. Wir sind dann auch nicht bis zum Ende geblieben sondern zum Mittagessen in ein nettes Restaurant gefahren und danach wieder nachhause.

Sonntag war dann ein ruhiger Tag zuhause im Waisenhaus. Nach dem Mittagessen kam eine Gruppe Jungs aus dem Nachbardorf um gegen unsere großen Jungs Fußball zu spielen. Unsere haben natürlich gewonnen ;) Sie sehen Dank Flo auch sehr professionell aus, da er einen Satz Trikots aus seinem Heimatort mitgebracht hat.

Gestern kam dann die nächste Erfahrung, die ich eigentlich vermeiden wollte: der Besuch im Krankenhaus. Bin aber nur als Begleitperson mitgegangen. Flo gings nicht so gut und ich hab drauf bestanden, dass er zum Arzt geht (Malaria und so...). Haben auch nur knapp 4h gewartet bis Flo seine Akte bekommen hat, dann wurden wir (an einer ziemlich langen Schlange vorbei) ins Arztzimmer gebracht. Anschließend fuhren wir mit Kathy nach Sunyani um dort mit Sascha (mein „Flugbegleiter“) und Max, einem deutschen Mitarbeiter von ihm, Essen zu gehen. Das war gut! Danach haben wir dann noch ein bisschen eingekauft und sind zurück ins Waisenhaus gefahren.

Im Moment bin ich wirklich sehr froh, dass ich in dieses Projekt gewechselt habe. Es war zwar traurig meine Kinder im anderen Waisenhaus zu verlassen, aber die Kinder hier sind alle sehr lieb, der Ort gefällt mir wirklich super und ich bin wirklich glücklich mit meinen beiden Mit-Freiwilligen hier.

Also ihr seht, es geht mir gut!
Ich wünschte nur, ich hätte Ghana gleich so kennen gelernt.

Ps: Nachdem es eine Woche keinen Ton von sich gegeben hat, lebt mein Laptop jetzt wieder. Also ich weiß auch nicht was das ist...



What a week!
Last sunday I had to say good-bye to the kids, mothers and other volunteers at “Helping Hand” Orphanage. Seth, who works for my organization, was supposed to pick me up at 4am to bring me to the bus station in Swedru. I got up at 3:15 to pack the rest of my things. From 3:40 on Grace, Linnéa and 4 of the older boys came to my room to say good-bye one last time. I thought we could make this short and painless, but already the night before a lot of kids cried and I was in tears, too. Well, on monday morning we sat together in my room and waited till Seth picked me up at 5:15 to get me last minute to the bus station.
The bus ride to Kumasi was not very exciting, but also not so comfortable. The Metro Mass busses are stuffed and uncomfortable. But well. It was only 5h. From Kumasi I took a second Bus to Sunyani but the driver let me hop off in Duayaw-Nkwanta (DN). This is the place where my new project is located. 'Mom's Love' orphanage. The orphanage is a couple miles outside DN but can be reached easily by taxis.
Many things are different here.
The kids are between 3months and 18 years old, at least that's what they say. Some of the kids looke even older than me but they have to leave the orphanage at a certain age. So we think they make themselves younger.
The orphanage is led by Mr Adams and Madame, his wife. There are 2 more volunteers here, Flo and Kathy, both from Germany. Kathy is leaving us by the end of the week but Flo stays as long as me. I get along great with both of them and have a lot of fun here :)
Duayaw-Nkwanta is a small, quiet town and not to compare with Swedru or Winneba. The people here are super friendly and helpful and I haven't seen any annoying people yet. But I have only been here for a short time, because after a short trip to DN on monday afternoon we went to bed early, because kathy, Flo and I had to get up at 3:15 on tuesday morning to get the early bus to Tamale. There we had to wait almost 5h for our next bus to Mole National Park. But it was worth it! We needed almost another 5h for the last 100km because the road was so bad but our Motel was awesome! We had an air conditioner and a TV in our room! No running water, but oh well who cares. For dinner we had french fries and beer and then fell asleep early.
Wednesday was a GREAT day! Kathy and I got up at 6:15 to go on a walking Safari. We saw a couple of wild elephants (some even 25yards from us!), cobs, water bucks, wart hogs and even 2 crocodiles.
Afterwards we sat down with one of the rangers and talked for a while about the Ghanaian culture, which was really interesting. After that we hung out at the motel pool. In the afternoon we met with 2 Americans, a Swedish and an English girl to go on a Jeep-Safari. We saw pretty much the same animals as we did in the morning but also a lot of nature and it was a lot of fun. For dinner we had macaroni and cheese. Not a very special meal anywhere else in the world but to us it was. After eating mainly the same things for 3 weeks it was great just to taste something different. After dinner we had another highlight of the day: a German soccer game came on TV in the restaurant. So we sat down, had a Ghanaian beer and watched soccer. After the game Flo and I sat outside at the pool with a group of other obruni (that's what they call us white people) and talked until midnight.
After sleeping 3h we had to get up the next morning because our bus back left at 4am. We were almost happy about that because we could catch the bus to Sunyani and made the whole way back in one day.
Oh guys, believe me, this was one of the best short vacations I had in a long time. The bus rides were really tiring but the “luxurious” motel and the great people around us made me so happy! :)

Back in the orphanage I started to get to know the kids. Here are a couple more kids than in the other place and also the names seem more difficult to me but I'll get there.
On friday Mr Adams decided to spend the day with us volunteers. In the morning we went to DN to some tailors to get dresses made. Then we visited the king of the district. That was funny. We came into a room full of men who were all kings of the villages around here, but our king is kind of the “king of kings” here. They asked us a couple of questions about where we are from, how old we are and if we wanted to marry one of them. But it was a really casual conversation. Afterwards we went to the market to buy fabrics and some food. Before we went back to the orphanage, Mr Adams invited us to sit down and drink something in a restaurant.
That night I had my welcome party here. Everyone got a softdrink, we played music and danced.

On saturday Mr Adams took Kathy and me to a wedding in town. The guests were all dressed in colorful dresses but the bride wore white. Unfortunately they spoke Twi during the whole ceremony so we didn't understand anything and got a bit bored. So we didn't stay til the end but went to a nice restaurant to eat lunch.
Sunday was a quiet day at home. After lunch a group of boys from the next village came to us to play soccer against our boys. Our team won – of course ;) And they look really professional, thanks to Flo who brought a bunch of jerseys from his soccer team in Germany.

Yesterday I made another experience that I tried to avoid: visiting the hospital. Luckily I wasn't the one who needed a doctor. Flo didn't feel so well and I sent him to the doctor (didn't want to risk that he has malaria...). We only needed to wait about 4h for Flo to get his file but after that we were led into the doctors room (past a really long line of other waiting people). Afterwards we went with Kathy to Sunyani to meet Sascha (the guy I met on the plane) and Max, Sacha's co-worker. That was fun! Then we went shopping and back to the orphanage.

At the moment I'm very happy that I changed to this project. It was sad to leave the kids at the other place but the kids here are really sweet, I really like the town here and I'm more than happy with the other two volunteers here.

So you see, I'm very well now.
I just wished I got to know Ghana like this right away.

PS: After not doing anything for a week, my laptop came back to life. I don't really know what that is...

Sonntag, 21. April 2013

Changes!

Kurzes Update:
Meine Plaene haben sich kurzfristig geaendert: ich werde schon morgen mein Projekt wechseln und dann in Duayaw-Nkwanta arbeiten!

Mein Laptop hat leider am Freitag Nachmittag beschlossen nach einem recht kurzen Leben seinen Geist aufzugeben. Von jetzt an werden meine Blogeintraege wohl etwas kuerzer sein, damit ich nicht stundenlang im Internetcafe sitzen muss.



Short update:
My plans changed within a couple minutes on friday: I'm leaving my project tomorrow to go to work in Duayaw-Nkwanta!

Unfortunately my laptop stopped working on friday afternoon. From now on my blogs might be a bit shorter so I don't have to spend hours in the internetcafe. 

Freitag, 19. April 2013

The Thing With Experiences...


Wieder ist eine Woche vergangen und ich habe ein paar hilfreiche Erfahrungen gesammelt.
Das blöde an Erfahrungen ist aber nun, dass man sie immer macht, kurz nachdem man sie gebraucht hätte.

Letzten Freitag haben Caroline und ich für alle Kinder Spaghetti mit Tomatensoße und Hühnchen gekauft und beim Kochen geholfen. Alle haben sich riesig gefreut, sowas gibts hier für die Kinder eigentlich nicht. Besonders Fleisch ist sehr selten, das steht, wenn überhaupt, nur an Weihnachten auf der Speisekarte. Die Mütter und Clemens, der Lehrer, der hier wohnt, haben ausnahmsweise zusammen mit uns gegessen, was ziemlich Spaß gemacht hat. Gladys und Sara haben uns anvertraut, dass sie eigentlich nur afrikanisches Essen mögen, haben trotzdem tapfer probiert. Aber Grace und Clemens hat es offensichtlich gut geschmeckt.
Am Samstag gab es dann eine weitere Besonderheit: MoaLi (eine der Schwedinnen, die dann sonntags abgereist ist) hat über facebook Spenden gesammelt, damit wir mit ALLEN Kindern an den Strand fahren können. Also wurden wir gegen 10:30Uh (abgemacht war 10Uhr) von einem TroTro (Minibus) abgeholt, in das wir dann 25 Kinder, 6 Freiwillige, Grace und Clemens stopften, und ab ging es zum Strand. Alle hatten einen tollen Tag und viel Spaß und waren tot müde, als uns der TroTro-Fahrer um 17Uhr (abgemacht war 15:30Uhr) wieder abholte.
Sonntag war dann ein verhältnismäßig ruhiger Tag. Nach dem Mittagessen verließ uns MoaLi, also jetzt sind noch 3 Schwedinnen (von denen eine morgen fährt), Lukas und ich da. Abends saß ich eine ganze Weile mit Clemens zusammen und habe Musik getauscht und Bilder gezeigt und ewig geredet. Netter Kerl.
Montags wurden wir dann mit ungeahnten Konsequenzen unseres Strandbesuchs konfrontiert. Uns war leider nicht bewusst, dass wir bei der Organisation anmelden müssen, wenn wir mit den Kindern irgendwo hingehen. Lukas hatte das gegenüber MoaLi erwähnt, sie hatte versucht jemanden anzurufen, keinen erreicht und es dann bei einer SMS belassen. Wir waren der Meinung, dass die Mütter die Verantwortung hatten und ihre Zustimmung als Erlaubnis genug gesehen. Dem war aber nicht so: kurz nachdem Frühstück verließ Clemens mit gepackten Taschen das Waisenhaus. Die Organisation hatte ihn kontaktiert und für unseren „Fehler“ verantwortlich gemacht. Zusätzlich dazu kam er wohl nicht so gut mit Gladys aus, die einen ziemlich rauen Umgangston pflegt. Was noch alles zu seinem Entschluss geführt hat, wissen wir nicht. Klar ist aber, dass mit Clemens ein Lehrer, Ansprechpartner, Freund und großer Bruder für die Kinder gegangen ist.
Und er wird nicht zurück kommen.
Wir haben versucht mit ihm zu reden, haben auch die Organisation gebeten mit ihm zu reden, aber er ändert seine Meinung nicht. Wir haben noch Kontakt zu ihm und haben ihn auch seit dem schon gesehen. Er macht uns nicht verantwortlich und ist nicht böse oder so. Außerdem will er ab Mai wieder zur Uni gehen, dann hätte er das Waisenhaus sowieso bald verlassen. Trotzdem bleibt ein ungutes Gefühl. Vor allem auch weil die Frage, wer jetzt eigentlich für die Kinder verantwortlich ist, für mich immer noch nicht ganz geklärt ist.
Das hat sich auch gestern widergespiegelt: zwei der älteren Jungs mussten zum Arzt, weil der eine eine ziemlich große offene Wunde am Fuß hat und der andere von irgendwas gebissen wurde. Der zweite Lehrer, der täglich herkommt, machte mich darauf aufmerksam, dass Juniors Fuß verarztet werden muss. Ich hab mir das angeschaut und beschlossen, dass da ein Pflaster nicht reichen wird. Der Lehrer sah mich an und meinte nur: „Gib ihm Medizin.“ Was soll ich dazu sagen? Für sowas bin ich nicht ausgerüstet. Also meinte er: „Ihr müsst dafür sorgen, dass Medizin für die Kinder da ist.“ Hm. Das mag jetzt an mir liegen, aber nach einer freundlichen Bitte mich zu kümmern klang das nicht. Es klang nach Erwartung. Als dann klar war, dass wir mit beiden Jungs zum Arzt müssen kam die Frage auf, wer zahlt dafür? Dreimal dürft ihr raten: na die Volunteers. Und warum? Weil das halt so ist. Arztbesuche sind hier nicht teuer, also es ist nicht so, dass man sich das als „reicher“ Europäer nicht leisten kann mit 2 Kindern zum Arzt zu gehen. Aber mir gefällt einfach nicht, dass das von uns erwartet wird. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass es ein paar Verantwortliche gibt, die sich um sowas kümmern, während wir für ein bisschen Abwechslung sorgen. Aber irgendwelche Freiwilligen haben wohl mal damit angefangen und darum wird das jetzt so erwartet.
Versteht mich jetzt nicht falsch, wenn das Kind zum Arzt muss, dann muss es zum Arzt. Dann muss das halt bezahlt werden. Nur dass es als so selbstverständlich gesehen wird, dass WIR das bezahlen... Ich weiß ja nicht.
Im Moment kann ich noch nicht sagen, ob das nur hier so läuft oder ob das für alle Projekte gilt. Darum werde ich erstmal meinen Wechsel abwarten und dann sehen, wie ich damit umgehe.

Ansonsten läuft es mit den Kindern gut! Die sind natürlich der Hauptgrund warum ich hier bin. Sich das ab und zu klar zu machen, macht vieles einfacher. Es kann zwar sehr anstrengend werden so viel Zeit mit so vielen Kindern zu verbringen, aber die meiste Zeit macht es Spaß. Man lernt einige besser kennen als andere, kommt mit den einen besser aus als mit den anderen, aber ich denke das ist ziemlich normal. Mit den beiden jüngsten verbringen wir Freiwilligen wohl die meiste Zeit, da diese morgens nicht zur Schule gehen. sie sind schon sehr süß. Und anhänglich. Nach dem Unterricht sind es dann besonders die großen Jungs, die Aufmerksamkeit brauchen.
Zu den meisten Kindern hab ich einen guten Draht und inzwischen gute Beziehungen, also es wird traurig werden, sie zu verlassen.
Ich freue mich aber schon drauf ein anderes Projekt und einen anderen Teil vom Land zu sehen.

Gefühlsmäßig ist es eine einzige Achterbahn hier. Manche Tage sind einfach nur gut, andere unglaublich anstrengend und emotional. An manchen Tagen stört es mich auch nicht, dass ich ständig auf der Straße angequatscht werde, an anderen Tagen aber fühle ich mich wie in einer Freakshow.
Es sind auf jeden Fall ein Haufen Erfahrungen, die ich sonst wohl nicht machen würde.










Another week has passed and I made a lot more helpful experiences.
The bad thing about experiences is though, that you always make them right after you needed them.

Last friday Caroline and I bought spaghetti, tomato sauce and chicken for all kids and helped cooking it. Everyone was really happy. The kids usually don't get food like that. Especially meat is only on the christmas menu, if even. The mothers and Clemens, the teacher who lives here, ate with us, which is unusual but a lot of fun! Gladys and Sara told us that they usually only like African food but they still bravely tried what we prepared there. Grace and Clemens loved it.
Saturday was another special day: MoaLi (one of the Swedish girls who left on sunday) asked all her friends for donations so we could take ALL the kids to the beach at once. So at 10:30am we were picked up by a TroTro (Minivan). All the kids, 6 volunteers, Grace and Clemens were stuffed in that minivan and off we went to the beach. Everyone had a great day and a lot of fun and were super tired when the TroTro driver picked us up at 5pm.
Sunday was a quiet day. After lunch MoaLi left us, so there are 3 Swedish girls, Lukas and I left here. In the evening I sat down with Clemens to talk, look at pictures from home and exchange some music. Great guy.
The next day we were confronted with unexpected consequences of our trip to the beach. Unfortunately we weren't aware that we were supposed to tell the organization if we wanted to take the kids somewhere. Lukas said something about that to MoaLi, she tried to contact the organization but didn't get anyone on the phone so she just sent a text. We were convinced that the mothers were responsible for the children here and thought it would be enough to get their okay to go. Well, it wasn't. Shortly after breakfast Clemens left the orphanage with packed bags. The organization contacted him and made him responsible for our “mistake”. Additionally he didn't seem to get along with Gladys who is really harsh sometimes. What all led to his decision – I don't know. But what I know is, that with Clemens left a teacher, contact person, friend and big brother for the kids.
And he won't come back.
We tried to talk to him and also asked the organization to talk to him but he won't change his mind. He's still talking to us and he isn't mad or anything. He'll go back to university in May anyway and then he planned to leave the orphanage anyway. But still. I don't feel all to comfortable about that. Especially because I feel like I still don't know who really is in charge here.
Yesterday showed that again: two of the older boys had to go to a doctor. One of them had a big open wound on his foot, the other one an insect bite that didn't look too good. The second teacher we have here pointed Junior's injury out to me. I looked ad it and decided that a bandaid wouldn't help here. The teacher looked at me and said: “Give him medicine.” I didn't really know what medicine would be good for this and also I'm not prepared to fix something like that. So the teacher said: “ You need to make sure that there is medicine for the kids.” Hm. This might be me, but this doesn't sound like a nice question if I could take care if this. This is an expectation. When we finally decided to take the boys to the doctor I had another question: Who is going to pay for this? Well guess who. The volunteers. And why? Because. It's not expensive for us “rich” Europeans to take the kids to the doctor. I just don't like that we are EXPECTED to do this. I thought there were some people in charge here who take care of something like this and we, the volunteers, bring some happiness and change in the kid's lives. But some volunteers started this and now it's expected.
Don't get me wrong. If the kids have to go to a doctor, they have to go. It doesn't hurt me to pay for it. Just that in that case WE are the responsible people... I don't know.
Right now I can't really tell if this is just here the case or if it's the same in all projects.
I will wait till I changed to decide how I will handle this.

Other than that the work with the kids is great! They are – of course – the main reason why I'm here. To bring this back to my mind makes many things easier. It can get really tiring to spend so much time with so many kids, but most of the time it's fun. You get to know some kids better than others, spend more time with some than with other but I guess that's normal. We probably spend most of the time with the two youngest kids because they don't go to school in the morning. They are sooo cute. And clingy. After class it's especially the older boys who need attention.
With most of the kids I get along great and started to build relationships. It'll be sad to leave them.
But I also look forward to get to know another project and another part of the country.

My feelings are going through a roller coaster here. Some days are simply great, others are exhausting and emotional. On some days it doesn't bother me that everyone wants to talk to us when we're in town, on other days I feel like the freak in a freak show.
Well, all these are experiences that I could make no other place than here.  

Freitag, 12. April 2013

Well, what should I say...


Nach einem etwas einsamen und ereignislosen Wochenende, gings am Sonntag Abend für meine Einführungs-Tage nach Accra. Allein ist man hier im Waisenhaus zwar eigentlich nicht, aber alle anderen Volunteers waren unterwegs und ich fühle mich noch nicht sicher genug alleine irgendwo hin zu fahren. Außerdem ist es als Mädchen sowieso ziemlich anstrengend, weil einen JEDER anquatscht und die Handynummer haben will... Als einzige Freiwillige hier zu sein heißt aber auch ungeteilte Aufmerksamkeit aller Kinder. Das wird nach einer Zeit etwas anstrengend, darum hab ich mich dann in mein Zimmer zurück gezogen.
Wieder im Hostel von „Experience It“ in Accra hab ich dann die anderen neuen Volunteers kennen gelernt. 2 davon kannte ich schon vorher, da sie seit einer bzw. zwei Wochen in Swedru arbeiten. Eine davon ist aus Belgien, die andere aus den Niederlanden. 3 weitere Mädchen und ein Junge waren auch aus den Niederlanden, aber immerhin ein Deutscher war noch dabei. Flo aus der Nähe von Karlsruhe. Er wird in einem Waisenhaus in der Nähe von Sunyani arbeiten, also ca. 6h von hier.
Gleichzeitig mit uns war noch Alma im Hostel, die ist aus Brandenburg und schon seit 8 Monaten hier. Sie hat in dem Waisenhaus gearbeitet in das Flo kommt und verbringt ihre letzten 2 Wochen in Accra um in einem Krankenhaus zu arbeiten. Sie hat uns viel von ihrem Waisenhaus erzählt, was Flo geholfen und mir gezeigt hat, dass es hier wirklich von Projekt zu Projekt sehr unterschiedlich ablaufen kann.
Montags morgens begann dann unsere Einführung mit einem Vortrag über Sicherheitshinweise und Krankheiten. Weil dann der Strom ausfiel und die Klimaanlage nichtmehr funktionierte, beschloss Tina, die Programm-Koordinatorin hier, den Rest der Einführung zu verschieben, es wurde in dem Raum einfach zu warm. Der Tagesplan wurde also geändert und es ging direkt nach Kokrobite zu einem Trommel- und Tanzkurs. Das war mal ein Spaß! Bilder gibt es dazu leider keine, waren ja alle mit Tanzen beschäftigt :) Danach gings dann in Kokrobite an den Strand, der leider ziemlich dreckig ist, darum waren wir nicht schwimmen. Abgeschlossen wurde der Tag dann mit einem kleinen Sprachunterricht und anschließendem Verdauen der neuen Eindrücke auf der Terrasse des Hostels.
Am nächsten Morgen gings dann mit Vorträgen zu Gastfamilien und Projekten weiter. Zusätzlich bekamen wir Tips, wo es sich lohnt mal hinzufahren. Gegen 8:30Uhr verließen wir dann das Hostel um auf den Makola-Markt im Zentrum Accras zu gehen. Davor besichtigten wir aber noch das Kwame Nkrumah-Denkmal, das war der 1. Präsident Ghanas, nachdem dieses 1957 als erstes schwarzafrikanisches Land unabhängig wurde. Der Mark war dann sehr abenteuerlich! Riesig, laut, dreckig, eng, voll - kurz, ein riesen Chaos in meinen Augen. Als Weißer ist man hier auch noch eine Besonderheit. Obwohl Ghana als beliebtes Reiseland für Europäer zählt, haben die meisten Leute noch nie Kontakt zu einem Weißen gehabt. Darum wollen dann auch alle mit einem reden, einen anfassen, einem etwas verkaufen... Es ist schon etwas anstrengend. Da war ich ganz froh, dass wir in einer geführten Gruppe unterwegs waren. Manche Leute beschränken sich aber auch auf ein freundliches „Welcome to Ghana!“ oder „Hello, have a nice day!“ Also es sind nicht wirklich ALLE so, nur die allermeisten :P
Flo und ich hatten uns die beiden Tage super verstanden und fanden es etwas doof, dass unsere Projekte soweit auseinander liegen. Darum haben wir die ganze Zeit gewitzelt, dass ja einer von uns wechseln könnte, so dass wir zusammen arbeiten können. Aus dem Witz wurde dann auch Ernst. Dienstag Abend stand die Entscheidung: ab Anfang Mai werde ich in Duaya-Nkwanta, in der Nähe von Sunyani arbeiten. Die Entscheidung, mein jetziges Projekt zu verlassen, ist mir aus verschiedenen Gründen recht leicht gefallen. Hauptgrund ist aber, dass Flo und ich uns gut verstehen und er sonst ab Anfang Mai der einzige Volunteer in seinem Projekt wäre, während hier so viele sind. Die Organisation hier ist auch ziemlich offen für sowas, anscheinend wechseln ständig Freiwillige von einem Projekt ins nächste, um auch möglichst viel vom Land zu sehen. Von Sunyani aus kann man relativ einfach in alle Teile des Landes reisen, was wir dann auch vorhaben. Zusätzlich hab ich dann noch die Chance den lieben Sascha vom Flug wieder zu sehen, der arbeitet nämlich noch bis Mitte Mai in Sunyani.
Mittwochs nach dem Frühstück gings dann für alle in die Projekte, also hieß es erstmal Abschied nehmen.
Zurück in Abaasa teilte ich den anderen dann meine Wechselentscheidung mit, was nicht weiter für Gesprächsstoff sorgte. 2 von den Mädels sind bis dahin sowieso nichtmehr da und es werden sicher neue Volunteers hierher kommen. Nur eine der Mütter, Grace, unser Engel, war etwas traurig, ließ sich aber damit trösten, dass ich noch mindestens 3 Wochen da bin. Den Kindern hab ich das gar nicht erst erzählt, nur einem von den älteren Jungs, Osei. Er hat mich als seine „Lieblingsbetreuerin“ adoptiert und nimmt mich ziemlich in Anspruch, was mich aber nicht davon abhält auch mit den anderen Kindern zu spielen. Er findet das nicht so lustig, aber so ist das nunmal. Ich bin ja nicht nur für ein Kind nach Ghana gekommen ;) Naja, seine Meinung zu meiner Entscheidung könnt ihr euch ja vorstellen...
Nach der Arbeit am Mittwoch gings dann wieder nach Winneba an den Strand. Diesmal war eine Gruppe ziemlich aufdringlicher junger Männer permanent dabei uns anzusprechen und sich ohne zu fragen zu uns zu setzten. Sie ließen tatsächlich erst locker, als wir ihnen erzählten, wir seien verheiratet. Das funktioniert also wirklich. Wieder was sehr hilfreiches gelernt. :D
Gestern haben wir ziemlich viele Klamotten von den Kindern gewaschen. Es ist kaum zu glauben wie dreckig hier alles ist. Im Prinzip sollte man nach 3 Klamotten echt das Wasser wechseln, aber dann würde man nie fertig werden und wir bräuchten eine unglaubliche Menge an Wasser.

Ich muss sagen, dass ich bisher immer noch nicht ganz hier angekommen bin. Es sind weniger die Umstände im Waisenhaus, an die ich mich gewöhnen muss, als die Menschen hier. Die Kinder sind unglaublich aufdringlich, man kann nichtmal in Ruhe auf die Toilette gehen. Leider gehen sie auch mit Geschenken von uns nicht sehr gut um, da sie ziemlich verwöhnt sind von den ganzen Volunteers, die hier ständig herkommen und neue Sachen bringen. Viel hab ich noch gar nicht raus gegeben und bin darüber jetzt auch froh. Den Rest werde ich mir wohl für mein nächstes Projekt aufsparen. Und dann natürlich die Aufdringlichkeit der Menschen außerhalb vom Waisenhaus. Im Moment kann ich einfach meistens noch nicht einschätzen wie sicher ich hier bin.
Alsoooo, Gewöhungs-Phase ist noch nicht abgeschlossen. Falls ich mich überhaupt an alles gewöhne.
Das heißt jetzt aber nicht, dass ich hier total unglücklich bin. Auf keinen Fall! Ich bin bloß noch nicht dazu gekommen es wirklich zu genießen hier zu sein.








After a lonely and not so spectacular weekend, I left on sunday night to go to Accra for my orientation. You are never alone here, don't get that wrong, but all the other volunteers were gone over the weekend and I don't feel safe enough here yet to go somewhere by myself. Especially because I'm a girl and really EVERYONE wants to talk to you and get your number... To be in the orphanage as the only volunteer also means that you have the complete attention of all the kids. That gets really exhausting after a while so I went to my room and read a lot.
Back in the hostel of my organization in Accra, I met the other new volunteers. 2 of them I knew already, because they have been here for one or two weeks already. One of them is from Belgium, the other one is Dutch. 3 more girls and a boy were Dutch but at least one German boy was there, too. Flo, who lives close to where I come from in Germany. He'll work in an orphanage close to Sunyani, about 6h from here. At the same time there was another German girl at the hostel, Alma, who used to work in the same orphanage for the last 8 months. Now she stays in Accra for the last two weeks of her stay to work in an hospital there. She told us a lot about the orphanage up there. That was very helpful to Flo and showed me how different it can be here in different Projects.
On monday our Orientation started with a presentation about safety and health issues. Since the power went off and the air-conditioner didn't work anymore, the rest of the presentation got postponed. It got way too hot in that room. So the plan changed and we left early for Kokrobite for some drumming and dance lessons. That was fun! Unfortunately we don't have many pictures because everyone was dancing :) Afterwards we went to the beach in Kokrobite but we couldn't swim because it was too dirty there. We ended the day with a short language class and spent the rest of the evening on the patio of the hostel to digest all the things we saw and learned.
The next morning started with a presentation on host-families and the projects. Additionally we got a list of places worth visiting while we're here. At about 8:30am we left the hostel to go to the Makola Market in the center of Accra. Before we got there we stopped to look at the Kwame Nkrumah memorial. He was the first president of Ghana after it got independent as the first African country in 1957.
The market was one big adventure! Huge, loud, dirty, full – shortly, a big chaos in my eyes. As a white person you seem to be pretty special here. Even though Ghana is a very popular country to travel to for Europeans, many people here have never had anything to do with the white people. So they all want to talk to you, touch you, sell you something... It is really tiring. I was glad we were in a guided group and not by ourselves there. Some people just say “Welcome to Ghana!” or “Hello, have a nice day!” So not really ALL of them are so touchy, but most are. :P
Flo and I got along very well those two days and we started joking about changing projects so we could work together. Well, what should I say. On tuesday night it was no longer a joke. In the beginning of May I'll change to his project in Duaya-Nkwanta, close to Sunyani. The decision to leave my project here was not very hard for different reasons. Main reasons are of course that Flo and I get along so well and that he would be by himself in his project from May on while we're at least five down here. The organization was really cool about that, too. Many volunteers are changing projects to see as much as possible in this country. Sunyani is a really good place to start traveling from because it's relatively in the middle between south and north. Additionally I'm looking forward to meeting Sascha again, the guy I met on my plane from Germany. He works in Sunyani, too.
On wednesday after breakfast we had to say our goodbyes and left for the different projects.
Back in Abaasa I had to tell the others about my decision to change. It wasn't discussed any further. Two of the girls won't be here anymore at that time and there are probably more volunteers coming before that anyway. Only one of the mothers, Grace, our angel, was a little sad. But she respects my decision and is happy that I'm staying for at least another 3 weeks. I didn't even tell the kids yet. Only one of the older boys, Osei. He adopted me as his “favorite” volunteer and takes up a lot of my time here. Which doesn't stop me from playing with other kids, too. He doesn't really like that but that's how it is. I didn't come to Ghana for just one kid. ;) Well, you can imagine how much he likes my decision...
After work on wednesday we went to the beach in Winneba. This time there was a very persistent group of young men trying to talk to us and sit with us without asking. They seriously just stopped when we told them we were married. That really works. Learned something really helpful there. :D
Yesterday we spend a lot of time washing the kid's clothes. It is unbelievable how dirty their stuff gets. We felt the urge to change the water after three pieces of clothing but if you do that you'll never get done and you'd use a huge amount of water.

I have to say that I'm still not completely here yet. It's less the situation in the orphanage. It's the people here that I can't seem to get used to. The kids are so clingy, sometimes its even hard just to use the toilet. Unfortunately they are also not very good at taking care of the presents they get from volunteers. They seem to be very spoiled because there are so many volunteers that bring new stuff.
Luckily I didn't even give them all my presents yet. So I have some things left for my next project. And of course the people outside the orphanage. They are so touchy. Right now I still can't tell how save I am here.
Sooooo, getting used to everything here is not that easy this time. If I even get used to everything.
But that doesn't mean I don't like being here. I just haven't gotten to enjoy everything yet.

Freitag, 5. April 2013

Pictures

Part of the orphanage. The green building on the left is a chicken house. The rooms in the white house are classromms. 
The red door on the left leads to two of the volunteer rooms. The yellow door goes to the kindergarten and in the green building in the middle of the picture are the rooms for the children. 
In this building is one more room for the kids and one more for the volunteers. The white house on the right is the toilet.
Cooking place. 

Toilet. No flush. Everything just falls... somewhere.

The showers. The right one is the one for us volunteers and staff. 
This is where the kids eat and play. 


My room, I share it with Moa-Li, one of the Swedish girls. 
Winneba beach
Winneba beach






And at least one picture of a kid. This is Stephan, our youngest. :)



Still Alive.


Wow, wow, wow.
Ich weiß ja nicht WAS ich erwartet habe, aber das hier übertrifft es offensichtlich.

Am Montagabend kam ich in Accra am Flughafen an. Auf dem Flug hab ich Bekanntschaft mit einem jungen Mann gemacht, der für 6 Wochen etwas weiter im Norden in einem sozialen Projekt arbeiten wird. Den Flug über haben wir noch Scherze gemacht, wie es im schlimmsten Fall aussehen kann. Das hätten wir vielleicht lassen sollen :D Nein, mal Spaß bei Seite, es ist alles ziemlich anders hier. Gewöhnungsbedürftig. Aber ich hab ja genug Zeit mich daran zu gewöhnen.

Aber zurück zum Anfang. Ich wurde also von einer netten Mitarbeiterin, Amma, von „Experience it“ (meine Organisation hier) am Flughafen abgeholt. Beim Rauslaufen aus dem Flughafen ging es dann schon los: ein Haufen Männer kam und wollte tragen helfen und reden und und und. Als wir dann sicher im Taxi saßen, ging es mit voll aufgedrehtem Radio durchs nächtliche Accra zum Hostel der Organisation. Viel gesehen von Accra habe ich noch nicht, aber entlang des Highways auf dem wir fuhren standen viele kaputte oder unfertige Häuser. Die Straßen die von dem Highway abgingen waren Matschwege, die durch den Regen sehr ausgewaschen waren.
Über so einen Matschweg gings dann auch zum Hostel. Dieses lag in einem Gebiet voller unfertiger großer Häuser hinter einem dicken Stacheldrahtzaun. Na das konnte ja heiter werden.
Im Hostel selbst wurde ich dann von Amma in ein Zimmer mit 4 Betten gebracht, in dem ich alleine war, was mich wunderte, weil ich ja eigentlich mitten in der Orientationweek kommen sollte. Tjaaa. Falsch gedacht. Nach einer ziemlich unruhigen Nacht erfuhr ich dann am nächten Morgen, dass meine Orientation um eine Woche verschoben wurde, da ich in dieser Woche sonst die einzige da gewesen wäre. Also gings nach dem Frühstück direkt ins „Helping Hand“ Waisenhaus. Das liegt an einer relativ gut befahrenen Straße zwischen Swedru (10min mit dem Auto) und Winneba (15min mit dem Auto). Wenn man die Straße für ca. 10min Richtung Winneba läuft, kommt man nach Abaasa, dem kleinen Dörfchen zu dem das Waisenhaus gehört. Da kann man Wasser kaufen und ich glaube auch Seife und ein paar andere Kleinigkeiten. Für alles andere muss man nach Swedru fahren, was aber kein Problem darstellt.
Das Waisenhaus selbst ist sehr einfach. Am besten schaut ihr euch die Bilder an, die sprechen ja für sich. Wir haben hier (meistens) Strom und aus den Duschen kommt immer kaltes Wasser. Warmes Wasser kann man sich auf dem Feuer machen. Aber fürs Duschen reicht kaltes. Hier ist es so warm und schwül, dass die kleine Abkühlung ziemlich gut tut. Internet gibt’s hier natürlich auch nicht, aber dafür kann man in ein Internetcafé in Swedru gehen. Das ist sehr günstig und manche von den PCs sind sogar nicht super langsam :P
Im Waisenhaus leben zur Zeit ca. 30 Kinder, nochmal so viele kommen aus Abaasa jeden Tag um zur Schule zu gehen. Außer den Kindern gibt es 2 Lehrer, von denen einer hier wohnt, 3 Waisenhaus-Mütter (Sara, Grace und Gladys), die für die Kinder kochen und beim Unterricht helfen und auch hier wohnen und bis gestern 10 Freiwillige. 6 Schwedinnen, die hier wohnen (aber 2 sind heute abgereist), 2 Holländerinnen (wohnen in einer Gastfamilie in Swedru) und Lukas und ich aus Deutschland. Also alleine ist man hier als Volunteer sicher nie :) Das hilft auf jeden Fall schonmal.
Meine Arbeit hier ist im Prinzip super einfach. Aufstehen um 6:30, den Kindern beim waschen und anziehen helfen, frühstücken. Die Kinder sind morgens ALLE in der Schule, also den 4 Klassenzimmern die wir hier haben. Ich habe bisher noch nicht unterrichtet, aber ich habe es schon vor. Während die Kinder also in der Schule sind wird abgespült, gewaschen, sauber gemacht, oder gelesen, eingekauft oder worauf man so Lust hat. Das läuft alles ziemlich so wie wir das wollen. Also niemand sagt uns was zu tun ist, wir müssen das schon selber machen.
Das läuft so von ca. 8:30 bis irgendwann Nachmittags. Zeitlich hab ich hier leider überhaupt keinen Überblick. Zwischendrin gibt es 2 Pausen, in der einen wird gespielt und in der anderen gibt es Mittagessen. Wir essen nicht mit den Kindern und bekommen auch besseres Essen als sie. Das scheint uns nicht ganz fair, aber den Luxus gönnen sie uns hier. Nach der Schulzeit haben wir im Prinzip frei, also wir können nach Swedru fahren und einkaufen oder nach Winneba an den Strand :) In Swedru war ich schon zweimal, dazu erzähl ich ein anderes mal mehr (hab noch nicht genug gesehen), und in Winneba am Strand war ich auch schon. Wunderschön :) Das Wasser ist dort sehr sauber und auch die Strandverschmutzung hält sich ziemlich in Grenzen, nur die Wellen sind hoch und die Strömungen stark. Man muss also ein bisschen aufpassen, dass man nicht zu weit raus geht.

Nun zu den Kindern. Unsere beiden jüngsten sind so um die 2 Jahre alt (weiß keiner so genau) und die ältesten wohl 13. Alle Kinder sind sehr anhänglich, besonders die großen Jungs. Sie versuchen wirklich ALLES um Aufmerksamkeit zu bekommen und erdrücken einen fast mit ihrer Zuneigung. Grad die älteren sind aber auch recht schlau, würde ich sagen. Die sind es gewöhnt, dass hier immer viele Freiwillige aus unterschiedlichen Ländern sind und wissen auch immer ein bisschen was von jedem Land. Manche können sogar ein paar Sätze in anderen Sprachen sagen :) Da ist immer sehr lustig. Sie kennen sich auch mit allen möglichen technischen Geräten aus, kennen viel Musik und viele Filme. Also es wird nicht langweilig hier.
Die Kinder die hier im Waisenhaus leben sprechen auch alle gut Englisch, bei den Dorfkindern ist das leider ganz anders.
Zu den einzelnen Kindern erzähl ich später mehr.

Das Wetter ist noch ein bisschen anstrengend. Eigentlich ist ja Regenzeit, aber außer Dienstag hat es nur mal nachts geregnet. Tagsüber ist immer Sonnenschein und Hitze, also Sonnenbrandgefahr. Die afrikanische Sonne darf man wirklich nicht unterschätzen. Und weil mal quasi konstant schwitzt, ist man dauernd am Trinken. Ich glaube mein Tagesdurchschnitt sind 4 Liter.

Als ich hier am Anfang der Woche ankam, war ich doch etwas überwältigt und hatte am Mittwoch einen kleinen Durchhänger. Da war ich ziemlich froh, dass ich hier so viele Mitbewohner habe. Einige von ihnen sind schon seit 2 Monaten hier, andere erst seit ein oder zwei Wochen. Die meisten bleiben auch nicht wirklich lange, aber es ist gut sich auszutauschen und zu sehen, dass man sich dran gewöhnen kann.

Etwas positives noch: außer allen möglichen Größen an Ameisen und Grashüpfern gibt es hier kaum Insekten. Ein paar Käfer noch und anscheinend ein paar Mücken (aber Gott sei Dank bei weitem nicht so schlimm wie in Thailand), aber nichts Beunruhigendes. Zumindest hab ich noch nichts weiter gesehen ;)












Wow, wow, wow.
I don't know WHAT I expected, but this seems to be different.

On monday night I arrived at Accra airport. During the flight I made friends with a young man from germany who is going to work in a social project more in the north. While we sat in the plane we were jokingly talking about what could be worst. Maybe we shouldn't have done that :D No, seriously, everything is really different here. I need to get used to it. But I have enough time to do so.

But back to the beginning. I was picked up at the airport by Amma, a nice member of my Ghanaian organization “Experience it”. When we walked out of the airport it started already: a bunch of men came up to us to talk and help and what ever. When we finally sat in the taxi the driver turned up the radio and drove us through Accra's night to the hostel of my organization. I haven't seen much of Accra yet but along the highway that we took I saw a lot of broken or unfinished houses. The streets along the highway were dirt roads, washed out by rain.
One of those roads brought us to the hostel. This was placed in a place with a lot of unfinished houses around it, behind a big wall with a fence on top of it. Well that could be fun.
Inside the hostel Amma showed me my room with 4 beds, where I was going to sleep alone. That surprised me because I thought I was supposed to come during orientation week. Weeeeelll. Didn't happen. After an almost sleepless night I was told that my orientation got postponed to next week because more volunteers are coming then. So after breakfast I was brought to the “Helping Hand” children's home.
This lies directly on a relatively well used road between Swedru (10mins by car) and Winneba (15mins by car). If you walk along the road towards Winneba for about 10mins you get to Abaasa, a tiny village that the orphanage belongs to. There you can buy water and I think soap and some other stuff. For everything else you have to go to Swedru, but that's no problem.

The orphanage itself is really simple. Just take a look at the pictures, they pretty much explain it. At least we have electricity here (almost) at all times and the showers have running cold water. If you want hot water you have to cook it over the fire. But for taking showers the cold water is good enough. It's so warm and humid here that the cold water is very refreshing.Of course we don't have internet here. But there are several internet cafes in Swedru. It's really cheap and some of the computers aren't even super slow :P

There are about 30 kids living in the orphanage right now. And about as many come from Abaasa during the day to go to school here. Besides the kids there are 2 teachers (one who lives in the orphanage), 3 “mothers” (Sara, Grace and Gladys), they live here and cook for the children and help in class. Until yesterday we were 10 volunteers, 6 from Sweden (2 left today), 2 from the Netherlands (they live in a host family) and Lukas and I come from Germany. So I don't think I will ever be by myself here :) That helps a lot, especially in the beginning.

My work here is super easy. Get up at 6:30, help the kids getting washed and dressed and then eat breakfast. After breakfast ALL the kids go to class. I haven't helped in class yet but I want to do it.
While the kids are in school we wash dishes or clothes, clean the rooms, or read, go shopping and do what ever we want. No one tells us what to do, you just do what you think needs to be done.
That goes from 8:30 till sometime in the afternoon. I don't really know about times here yet and I don't think it really matters. In between the kids have two breaks, one to play and one to eat lunch. We don't eat with the kids and our food is better than theirs. That doesn't feel fair to us but I guess they think it's okay. It has always been like that.
After class time we are basically free to to what we want to do. We can go to Swedru to go shopping or go to Winneba beach :)
I have been to Swedru twice already and once to the beach. It's beautiful! The water is very clean and also the beach is not very polluted. The waves are big and the streams are strong so you have to be a bit careful about that. But all in all – great.

About the kids. Our two youngest are about 2 years old, no one really knows. The oldest are about 13. All the kids are very clingy, especially the older boys. They try everything to get your attention and almost suffocate you with their affection. But the older kids seem to be pretty smart. They are used to have many volunteers from different countries here and they know a lot about those countries. Some even know a couple of sentences in different languages! That's always very funny.
They also know a lot of technical things, music and movies. So it's never getting boring.
The kids who live in the orphanage speak English very well. The kids from the village don't. Some of them don't understand anything.
I'm going to tell more about the kids later.
The weather is a little hard o get used to. It's rainy season here but it really only rained on tuesday and sometimes during the night so far. During the days we have sunshine and heat. Great danger of getting burned. You really shouldn't underestimate the African sun. And I'm sweating constantly so I'm drinking so much water! A little more than a gallon per day.

When I got here in the beginning of the week I was really overwhelmed by the conditions and on wednesday I was a little unhappy. I was really happy then that I have so many other volunteers around me. Some of them have been here for two months already, others for one or two weeks. Most of them don't stay long, only a couple of weeks. But it's good to share and compare experiences. And it's good to see that you can get used to everything.

Something positive at the end: besides ants and grasshoppers in all different sizes there are only a few bugs and very few mosquitoes. So nothing that worries me. At least I haven't seen anything yet ;)